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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Arbeitszeugnisse mit Bedacht formulieren

Personalverantwortliche und Chefs schauen Zeugnisse an, wenn sich potenzielle neue Kolleginnen oder Kollegen vorstellen. Und sie müssen selbst scheidenden Mitarbeitern ein Arbeitszeugnis ausstellen. Hier gibt es Tipps zum richtigen Zeugnisschreiben.

Über 300.000-mal zogen Arbeitnehmer 2017 vors Arbeitsgericht. Die Gründe? Das Gehalt kam nicht rechtzeitig oder es wurde gekürzt. Die Arbeitnehmer waren gekündigt oder fühlten sich gemobbt. Das Arbeitszeugnis kam zu spät oder fiel zu schlecht aus. Gunnar Roloff, Arbeitsrechtsexperte beim Beratungsunternehmen Ecovis, erklärt, worauf Chefs beim Zeugnis achten sollten:„Ein Mitarbeiter, der ein Unternehmen verlässt, hat Anspruch auf ein einfaches Zeugnis. Er kann aber ein qualifiziertes Zeugnis verlangen, das er spätestens vier Wochen, nachdem er sich verabschiedet hat, erhalten muss.“ Der Chef dürfe ein Zeugnis nicht zurückhalten, nur weil der Arbeitnehmer vielleicht Firmenhandy oder Werkzeug noch nicht zurückgegeben habe.

Achten Sie auf folgende Formalien beim Zeugnisschreiben:

  • Zeugnisse auf dem Computer und auf Geschäftspapier schreiben.
  • Zeugnisse sauber und ordentlich ohne Tippfehler abfassen.
  • Ort und Datum der Ausstellung angeben.
  • Das Zeugnis handschriftlich unterschreiben. Macht der Chef das nicht persönlich, darf ein Vertreter unterschreiben. Dieser muss aber in leitender Funktion und ranghöher sein als der Zeugnisempfänger.
  • Radieren, durchstreichen oder ausbessern ist nicht erlaubt.
  • Im Zeugnis darf nichts hervorgehoben werden, beispielsweise durch eine andere Schriftart, Ausrufe- oder Anführungszeichen.
  • In der Überschrift schreiben, um was für ein Zeugnis es sich handelt, zum Beispiel Arbeits- oder Zwischenzeugnis.
  • Personalien des Arbeitnehmers, Beginn und Ende der Beschäftigung angeben.
  • Bei qualifizierten Zeugnissen die Tätigkeit, (Personal-)Verantwortung, Kompetenzen, den Werdegang und die Position im Unternehmen aufführen sowie die Leistung und das Verhalten bewerten.

„Arbeitgeber müssen viele rechtlichen Anforderungen beim Zeugnisschreiben einhalten. Einen Dank für die geleistete Arbeit und beste Glückwünsche für die Zukunft hingegen kann der Arbeitnehmer nicht verlangen. Das muss der Chef auch nicht aufnehmen“, so der Rechtsexperte.

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