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„Gefällt mir“-Button oft rechtswidrig

Verstoßen Seitenbetreiber, die Facebook-Plug-ins implementieren, gegen geltendes Datenschutzrecht? Im vergangenen Monat wurde an dieser Stelle über ein EuGH-Urteil berichtet, das diese Frage beantworten sollte. Nun haben die Richter in Luxemburg verbraucherfreundlich geurteilt.

Social Plug-ins geben viele – auch personenbezogene – Daten an die dahinterstehenden Unternehmen weiter. Im Falle von Facebooks „Gefällt mir“-Button müssen Nutzer dazu nicht einmal mit dem Plug-in interagieren. So werden allein durch den Besuch entsprechender Seiten IP-Adresse und Kennung des Nutzers, die Verweildauer auf der Internetseite sowie Cookies an „Facebook Ireland“ übertragen. Hat der Nutzer zudem noch ein Facebook-Profil, werden die Daten mit seinem Profil verknüpft und unter anderem für Werbezwecke verwendet.

Bisheriger Umgang rechtswidrig

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat nun entschieden, dass die Verantwortung für einen korrekten Umgang mit diesen persönlichen Daten Facebook und der jeweilige Seitenbetreiber stets gemeinsam tragen. Die Weiterleitung der Daten ohne die Zustimmung der Nutzer betrachten die Luxemburger Richter unterdessen generell als rechtswidrig. In der Praxis bedeutet das: Betreiber von Internetseiten, die Social Plug-ins verwenden möchten, müssen ihre Seitenbesucher umfassend über die Datenverarbeitung informieren und eine entsprechende Zustimmung einholen.

Kritik von Wirtschaftsvertretern

In der Digitalwirtschaft ruft dieses Urteil Kritik hervor. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) befürchtet, dass der Besuch einer Internetseite „maximal kompliziert und umständlich“ werde. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) hingegen zweifelt an der Wirkung einer solchen Regelung, die womöglich in erster Linie den bürokratischen Aufwand erhöht, ohne dabei dem Verbraucher wirklich zu helfen.

Quelle: haufe.de

 


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