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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Digitalisierung: Studie zu Herausforderungen für den Arbeitsschutz

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt fortlaufend und fordert den Arbeitsschutz heraus. Welche Rolle hierbei das Phänomen der Unsichtbarkeit von moderner Arbeit spielt, beleuchtet eine aktuelle Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Die zunehmende Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeit stellt den Arbeitsschutz vor neue Herausforderungen. Denn traditionell ist der Arbeitsschutz über die betrieblichen Strukturen organisiert. Er folgt der örtlich und zeitlich fixierten Logik der Normalarbeit: Alle Beschäftigten befinden sich zur selben Zeit am selben Ort. Durch die Flexibilisierung von Ort und Zeit der Arbeit entzieht sich diese jedoch zunehmend dem Zugriff durch den Arbeitsschutz.

In dem Forschungsprojekt wurden zentrale Herausforderungen des Arbeitsschutzes im Kontext der Digitalisierung analysiert. Auf der Grundlage von Leitfadeninterviews haben die Forscher dabei insgesamt sieben problematische Phänomene herausgearbeitet: Die fehlende Autonomie der Beschäftigten, die Hartnäckigkeit alter Leitbilder des Arbeitsschutzes, fehlende Zugänge zu Betrieben und Zugriffsprobleme auf Arbeit, Kooperationsprobleme, eine Verantwortungsverlagerung an die Beschäftigten sowie eine fehlende Zukunftsfestigkeit. Darüber hinaus haben die Forscher „Unsichtbarkeit“ als die zentrale Schlüsselkategorie ausgemacht, die mit allen genannten Phänomenen in Zusammenhang steht. Unsichtbarkeit bedeutet etwa, dass Fachkräfte für Arbeitsschutz die Arbeitssituationen und Beschäftigtengruppen aus dem Blick verlieren oder den Betrieben die Arbeitsschutzvorschriften aus dem Blick geraten. Auch für die Beschäftigten werden Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitsschutz und ihre eigenen Gestaltungsmöglichkeiten zunehmend unsichtbar.

Die Forscher konstatieren, dass der Arbeitsschutz nicht mehr auf den etablierten Wegen einen Zugang zu seinem Gegenstand findet und sich die Frage stellen muss, wie er trotz der wachsenden Unsichtbarkeit digitalisierter und flexibler Arbeit wirksam bleibt.

Hier können Sie die Studie im pdf-Format herunterladen.


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