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Amazons undurchsichtiges Gütesiegel

Die Verbraucherzentrale (vzbv) Nordrhein-Westfalen hat das Gütesiegel „Amazon’s Choice“ unter die Lupe genommen. Für Verbraucher, so das Fazit der Untersuchung, können sich Nachteile ergeben, wenn sie Amazons Empfehlungen vertrauen.

Seit etwa zwei Jahren kennzeichnet der Branchenprimus Amazon bestimmte Produkte mit dem Label „Amazon’s Choice“ – einer gesonderten Kaufempfehlung also. Wie die Verbraucherzentrale (vzbv) NRW berichtet, kann der mit den entsprechend gekennzeichneten Produkten erzielte Umsatz durch die Empfehlung um bis zu 300 Prozent steigen. Doch wie verdienen sich Produkte das Amazon-Siegel?

Amazon beantwortet diese Frage nicht eindeutig und gibt lediglich an, dass „top bewertete, sofort lieferbare Produkte zu einem günstigen Preis“ hervorgehoben würden. Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale jedoch ergab – „ohne große Mühe“, wie die vzbv angibt – 50 Produkte, bei denen eben jene Kriterien nicht zutreffen.

Mängel bei allen genannten Kriterien

29 der 50 Produkte wurden mit insgesamt weniger als vier Sternen bewertet, bei der Hälfte kamen die Bewertungen zudem von weniger als 50 Nutzern. Fünf Artikel waren nicht „sofort lieferbar“ und ganze 34 von 50 Produkten wurden auf anderen Marktplätzen zu geringeren Preisen angeboten.

Auch eine erkennbare Logik hinter den Empfehlungen vermissen die Verbraucherschützer: So kostete im Test ein Adidas-Sweatshirt in Größe S mit Choice-Siegel 25,95 Euro, während das Shirt desselben Anbieters bei identischen Konditionen (Bewertungen, Versand) in Größe XL für 3,15 Euro weniger angeboten wurde – jedoch ohne Siegel.

Ein besonderes Risiko birgt das Siegel für Menschen, die sich bei ihren Einkäufen auf die Hilfe von Amazons Alexa verlassen: Die Pressestelle des Unternehmens lobt, dass das Siegel „Amazon’s Choice“ Alexa hilft, „tolle Angebote [zu] finden“. Ausgezeichnete Produkte landen dementsprechend häufig im Warenkorb, wenn Nutzer mit Alexa einkaufen und sich auf die Einschärtung des Marktplatzbetreibers verlassen.


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