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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Das ändert sich 2021 für Arbeitgeber

Mit dem neuen Jahr ändert sich für Unternehmen wieder einiges. Faktor A, das Arbeitgebermagazin der Bundesagentur für Arbeit, zeigt in einem Überblick, welche neuen Gesetze und Regelungen 2021 gelten.

Hier einige ausgewählte neue Regelungen im Überblick:

Erhöhung des Mindestlohns

Seit Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015 wird der Betrag kontinuierlich erhöht. Zum Jahreswechsel steigt der Mindestlohn auf 9,50 Euro, im Juli 2021 wird er dann noch einmal um 10 Cent auf 9,60 Euro erhöht.

Mindestvergütung für Azubis steigt

Die neue Mindestvergütung für Auszubildende gilt für Ausbildungsverträge, die außerhalb der Tarifbindung liegen. Demnach bekommen Azubis im Jahr 2021 im ersten Ausbildungsjahr 550 Euro. Im zweiten Ausbildungsjahr steigt die Mindestvergütung um 18 Prozent. Im dritten Ausbildungsjahr gibt es 35 Prozent und im vierten Jahr 40 Prozent mehr Geld.

Solidaritätszuschlag entfällt für viele Arbeitnehmer

90 Prozent der heutigen Zahler müssen 2021 keinen Solidaritätszuschlag mehr bezahlen. Die Freigrenze, bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von heute 972 Euro auf 16.956 Euro der Steuerzahlung angehoben, sodass bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro zukünftig kein Soli mehr fällig wird. Erst ab einem Jahreseinkommen von 96.409 Euro ist der volle Prozentsatz (5,5 Prozent) der Körper- oder Einkommensteuer fällig, dazwischen wird die sogenannte Milderungszone angewandt. Für Verheiratete verdoppeln sich diese Beträge. Die neue Regelung hat Auswirkungen auf die Lohnbuchhaltung der Unternehmen.

Kurzarbeitsregelungen gelten auch 2021

Mit dem Beschäftigungssicherungsgesetz, das am 1. Januar 2021 in Kraft tritt, werden folgende Maßnahmen verlängert: Die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 70 bzw. 77 Prozent ab dem vierten Monat und auf 80 bzw. 87 Prozent ab dem siebten Monat wird bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Dies gilt für alle Beschäftigten, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist. Die bestehenden Hinzuverdienstregelungen werden ebenfalls insofern bis zum Jahresende verlängert, als dass das Entgelt aus einem Minijob, der während der Kurzarbeit aufgenommen wurde, anrechnungsfrei bleibt. Auch Sonderregelungen wie die erleichterten Zugangsbedingungen zum Kurzarbeitergeld und die Öffnung des Kurzarbeitergeldes für Leiharbeiter gelten bis Ende 2021, sofern die Betriebe bis zum 31. März 2021 mit der Kurzarbeit begonnen haben.

Pendlerpauschale wird erhöht

Pendler bekommen mehr Geld: Statt bisher 30 Cent gibt es ab dem neuen Jahr 35 Cent pro gefahrenen Kilometer vom Staat zurück. Die Erhöhung gilt aber erst ab dem 21. Kilometer, bis zum 20. Kilometer bleibt es bei 30 Cent. Auch die Regelung der Höchstgrenze von 4.500 Euro pro Kalenderjahr bleibt bestehen.

Mobilitätsprämie

Zusätzlich zur Entfernungspauschale wird 2021 die Mobilitätsprämie eingeführt. Davon profitieren Pendler, deren Arbeitsweg mehr als 20 Kilometer beträgt und deren zu versteuerndes Einkommen innerhalb des Grundfreibetrags liegt. Die Mobilitätsprämie wird auf Antrag des Anspruchsberechtigten gewährt.

Die vollständige Auflistung der neuen Gesetze und Regelungen finden Sie hier.


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