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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

ifo-Index um Solo- und Kleinstunternehmer erweitert

In den ifo-Index sollen künftig auch Soloselbstständige und Kleinstunternehmer mit bis zu vier Mitarbeitern einbezogen werden. Bisher konnten nur Unternehmen mit fünf und mehr Mitarbeitern an der monatlichen Befragung teilnehmen.

Der ifo-Index gilt als der wichtigste Geschäftsklimaindex in Deutschland und hat erheblichen Einfluss auf wirtschaftspolitische Entscheidungen. Rund drei Millionen, also drei von vier Unternehmen in Deutschland, fehlten aber bisher bei der Betrachtung und mit ihnen viele Branchen, vor allem aus dem Dienstleistungsbereich, für die kleine Betriebsgrößen typisch sind, schreibt der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e. V. (VGSD) in einem aktuellen Beitrag auf seiner Website. „Während diese ,Kleinen‘ weiterhin stark unter der Coronakrise litten, berichteten mittlere und größere Unternehmen – und mit ihnen auch der ifo-Index bereits über eine Erholung. ,Alles nicht so schlimm‘ schlussfolgerte das Bundeswirtschaftsministerium deshalb – zum Unverständnis vieler Betroffener unter uns“, so der VGSD.

Lehren aus der Coronakrise

Auf Bitte des Schwesterverbandes ISDV hätte das ifo Institut deshalb schon vor mehreren Wochen die Branchenzuordnung geändert und weise nun Geschäftsklima und andere Kennzahlen auch für die Veranstaltungsbranche aus. „Auch wir vom VGSD waren in den letzten Monaten regelmäßig im telefonischen Kontakt mit dem ifo Institut, um eine Erweiterung des Index um kleinere Unternehmen zu erreichen.“ Den Durchbruch hätte jedoch das Engagement von Jimdo-Gründer Matthias Henze, der inzwischen auch in der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) mitarbeitet, gebracht.

Quelle: Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e. V.


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Das Ärgernis

Um den Kauf von Elektrofahrzeugen weiter anzuheizen, hat die Regierungskoalition am 3. Juni 2020 im Zuge des Konjunkturpakets zur Bekämpfung der Corona-Folgen vereinbart, den Kauf der E-Mobile noch stärker zu fördern als ohnehin schon. Zusätzlich zur bestehenden Kaufprämie („Umweltbonus“) von bis zu 3.000 Euro Steuergeld pro Elektroauto wurde eine „Innovationsprämie“ beschlossen, die den staatlichen Förderbetrag – befristet bis Ende 2021 – auf bis zu 6.000 Euro verdoppelt. In den Genuss der neuen Förderung kommen Antragsteller, deren Fahrzeug nach dem 3. Juni – also nach dem Tag nach Bekanntwerden der erhöhten Förderung – zugelassen wurde. Für die zusätzliche Subvention will der Bund insgesamt 2 Mrd. Euro Steuergeld in die Hand nehmen.

Die „Innovationsprämie“ wird allerdings auch dann ausgezahlt, wenn sie gar keine Anreizwirkung mehr entfalten kann – nämlich dann, wenn ein Kunde sein Elektrofahrzeug bereits gekauft hat, bevor er von der neuen Förderung wissen konnte (also vor dem 3. Juni), das Fahrzeug aber erst nach dem 3. Juni zugelassen wurde, weil er beispielsweise länger auf die Auslieferung des Fahrzeugs warten musste. Denn: Entscheidend für die Förderung ist nicht der Kaufzeitpunkt, sondern die Zulassung. Die beabsichtigte Anreizwirkung hat die neue Förderung im beschriebenen Fall also nicht. Sie ist in diesen Fällen lediglich ein unverhofftes Geldgeschenk für den Autokäufer – und, zu allem Überfluss, auch noch durch Staatsschulden finanziert.

Bis zum 20. August sind rund 20.000 Anträge für Fahrzeuge eingegangen , die vor dem Bekanntwerden der neuen Förderung gekauft wurden. Dies sind immerhin rund 60 Prozent aller in diesem Zeitraum gestellten Anträge. Grob überschlagen handelt es sich um eine beantragte Fördersumme von rund 50 Mio. Euro – in rund 3 Monaten. Auch wenn der Anteil der vor dem 3. Juni gekauften Autos schrittweise abnehmen wird, werden bis zum geplanten Auslaufen der erhöhten Förderung Ende 2021 insgesamt viele Millionen Euro ohne Anreizwirkung vergeben worden sein.


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