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Facebook droht Milliardenstrafe

Dem US-Konzern Facebook droht in Europa eine Milliardenstrafe. Nach dem neuerlich bekannt gewordenen Hack von rund 50 Millionen Facebook-Konten könnten die europaweit verschärften Datenschutzregeln erstmals ein großes Unternehmen treffen.

Erst kürzlich wurde an dieser Stelle über den Cyberangriff auf Facebook berichtet, der rund 50 Millionen Nutzer direkt und viele weitere Millionen indirekt getroffen hat. Eben jener Fall hat nun die für Facebook zuständige irische Datenschutzbehörde auf den Plan gerufen – und könnte zur ersten Anwendung der neuen Sanktionsmechanismen führen. Weil persönliche Daten in riesigem Umfang in fremde Hände gelangt sein könnten, droht eine Strafe von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Bei Facebook würde das eine Geldbuße von ungefähr 1,4 Milliarden Euro bedeuten.

Detaillierte Informationen eingefordert

Die irische Datenschutzbehörde, die aufgrund des in Irland liegenden Europasitzes von Facebook für den Fall zuständig ist, hat nun mitgeteilt, bereits weitere Details in Kalifornien angefragt zu haben, aus denen der genaue Ablauf des Angriffs und die Betroffenheit europäischer Bürger hervorgehen sollen. EU-Justizkommissarin Věra Jourová erinnert indes an die Auflagen, die Konzerne wie Facebook in solchen Fällen einhalten müssen. Demnach müssen die Behörden „unverzüglich und spätestens binnen 72 Stunden“ über die Situation unterrichtet werden.

Hat Facebook die Meldepflichten verletzt?

Da der Angriff am Dienstag entdeckt und am Donnerstag in Irland gemeldet worden ist, dürfte strittig sein, inwieweit diese Vorgaben erfüllt wurden. Bei einem Verstoß gegen die Meldeauflagen beträgt die maximale Höhe des möglichen Bußgeldes zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Die Behörden in Irland jedenfalls betrachten sich als gut aufgestellt. Man habe alle Ressourcen hochgefahren und die Mitarbeiter entsprechend geschult. Man darf also gespannt die Entwicklung des möglicherweise ersten großen DSGVO-Verfahrens beobachten.

Quelle: Heise Online


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