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Google+ verschwieg Datenleck

Nach Facebook ist nun auch Google+ mit Verstößen gegen geltendes Datenschutzrecht aufgefallen. Das Soziale Netzwerk hat einen im März entdeckten wunden Punkt erst in diesem Monat öffentlich gemacht. Google hat angekündigt, die Plattform zu schließen.

Die Schwachstelle hat keine so immensen Auswirkungen auf Nutzerdaten gehabt, wie der Angriff auf rund 50 Millionen Facebook-Konten im vergangenen Monat. Dennoch: Bis zu 438 Apps hatten womöglich die Gelegenheit, mehr als 500.000 Nutzerkonten bei Google+ auszulesen. Im März entdeckte das Unternehmen einen Fehler in einer Programmierschnittstelle, die es Dritten möglich machte, als privat eingestufte Profilinformationen einzusehen. Weil man im Hause Alphabet jedoch nicht wusste, wer genau von dem Fehler betroffen ist, behielt man ihn zunächst für sich. Nach der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist eine Meldung an die Datenschutzbehörden allerdings schnellstmöglich und maximal nach 72 Stunden zu tätigen. Es ist jedoch unklar, ob der sich im März zugetragene Fall unter die im Mai in Kraft getretene DSGVO fällt. Nach altem Recht droht Google eine Strafe von maximal 300.000 Euro – nach DSGVO kann das Bußgeld bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes betragen. Laut Reuters wollen mindestens zwei US-Staaten eine Klage gegen Google prüfen. In Deutschland beschäftigt sich bereits die Hamburger Datenschutzbehörde mit dem Vorfall und hat Google einen Fragenkatalog zukommen lassen.

Google selbst hat nach Bekanntwerden der Sicherheitslücke angekündigt, sein ohnehin recht erfolgloses Social-Media-Portal schließen zu wollen. Ende August 2019 soll die Plattform für private Nutzer abgeschaltet werden. Die Business-Version von Google+ soll allerdings bestehen beiben und weiter verbessert werden. Google erhofft sich, dass das Netzwerk zukünftig vor allem für interne Unternehmenskommunikation Verwendung findet.

Quelle: zdnet.de


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