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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Krankschreibung jetzt online möglich

Arbeitnehmer, die unter einer Erkältung leiden, müssen seit einigen Wochen nicht mehr das Haus verlassen, um sich krankschreiben zu lassen. Ein neues Geschäftskonzept ermöglicht die dazu nötige Kommunikation mit einer Ärztin im Netz. Die Ärztekammer warnt vor dem Angebot.

Arbeitgeber könnten in der nächsten Zeit mit einer neuen Form der Krankschreibung konfrontiert werden. Das Hamburger Unternehmen AU-Schein bietet neuerdings Krankschreibungen via WhatsApp an. Dazu müssen Arbeitnehmer vorab im Internet einen Fragebogen ausfüllen. Anschließend erfolgt über den Messenger-Dienst die Abfrage von Versichertenkarte und -daten sowie die Kommunikation mit der Ärztin des Unternehmens. Gegen eine Gebühr von neun Euro erhalten die Erkrankten schließlich ihre Krankmeldung zuerst digital und in der Folge auch postalisch. Mit dem neuen Angebot reagiert AU-Schein auf die Lockerung des Fernbehandlungsverbots im vergangenen Jahr. Angeboten wird die Fernbehandlung bisher für Menschen mit Erkältungssymptomen, da diese sich laut Anbieter besonders gut für Telemedizin eignen würden. Nicola Timpe von der Ärztekammer Hamburg warnt, dass misstrauische Arbeitgeber die Anerkennung solcher Atteste verweigern und entsprechende Fälle unter Umständen beim Arbeitsgericht landen könnten. Can Ansay, Gründer von AU-Schein, entgegnet, dass es auch heute schon eine hohe Quote von Arbeitnehmern gäbe, die sich ohne gesundheitliche Probleme krankschreiben ließen. Zudem beschränkt der Anbieter die Anzahl der Online-Krankschreibungen auf zwei Scheine pro Person und Jahr.

Quelle: Heise Online


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