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Amazons Dash Button ist rechtswidrig

Der Dash Button von Amazon ist in seiner jetzigen Form rechtswidrig. Das Urteil des Oberlandesgerichts München zeigt auf, welches Konfliktpotenzial in innovativen Verkaufskonzepten steckt.

Er ist für viele Verbraucher ein praktischer Weg, Dinge des täglichen Gebrauchs nachzubestellen. Ob Toilettenpapier, Waschmittel oder Zahnpasta – mit dem Amazon Dash Button wird die gewünschte Ware auf Knopfdruck neu geordert. Damit ist nun erstmal Schluss. Das Oberlandesgericht München hat die kleinen Knöpfe verboten, weil im Bestellvorgang nicht hinreichend über Preis und Ware informiert wird. Ohne die passende Smartphone-Applikation erfahren Kunden bei ihrem Druck auf den Bestellknopf nichts über die Bedingungen des Kaufs. Das ist vor allem deshalb problematisch, weil Amazon sich als Verkäufer per AGB das Recht vorbehält, veränderte Preise abzurechnen und sogar andere Ware zu liefern, als vom Kunden ursprünglich ausgewählt. Nach Ansicht der Richter müsste aber vor Druck des Buttons einerseits über den Preis und das konkrete Produkt informiert werden. Andererseits sei auch eine entsprechende Beschriftung des Dash Buttons, die darauf hinweist, dass eine zahlungspflichtige Bestellung ausgelöst wird, notwendig. Das Oberlandesgericht München hat damit die Revision von Amazon hinsichtlich eines zuvor gefällten Urteils des Landgerichtes abgewiesen. Auch eine Revision zum Bundesgerichtshof ließen die Münchener Richter nicht zu. Amazon wird also, sobald das Urteil rechtskräftig ist, seine Dash Buttons entsprechend umgestalten und den Bestellvorgang anpassen müssen. Verbraucherzentralenvorstand Wolfgang Schuldzinski betont, Innovationen gegenüber offen zu sein, hält aber auch fest: Wenn die Innovation aber darin besteht, Verbraucher zu benachteiligen und ihnen einen Preisvergleich zu erschweren, gehen wir – wie in diesem Fall – mit allen Mitteln dagegen vor.

Quelle: verbraucherzentrale.de


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