Mitglieder-Bereich | Newsletter

Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Wenn Verschlüsselung zur Pflicht wird

Weil etliche Aufrufe zu mehr Datenschutz keine Wirkung erzielt haben, möchte die Europäische Union nun mit einem rechtlichen Rahmen für die Verschlüsselung sensibler Daten sorgen. Dazu erwarten Behörden und Unternehmen eine Reihe von neuen Bestimmungen.

Wie Untersuchungen der Westfälischen Hochschule ergeben haben, werden in Deutschland gerade einmal vier Prozent der E-Mails verschlüsselt versendet. Nachdem seit Ende 2017 bereits Berufsgeheimnisträger wie Rechtsanwälte, Patentanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater von einer Verschlüsselungspflicht betroffen sind, ist in der aktuellen iX-Zeitschrift von einer ganzen Reihe weiterer Bestimmungen die Rede, die Anwender zum Verschlüsseln verpflichten. So käme zwar in der seit vergangenem Jahr geltenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) das Wort „Verschlüsselung“ nicht vor. Tatsächlich aber verpflichte die DSGVO zur Verschlüsselung personenbezogener Daten spätestens dann, „wenn sie in der Cloud liegen oder übers Internet übermittelt werden“. Einige Berufsgruppen unterliegen laut iX-Autoren zudem anderen rechtlichen Bestimmungen, die eine entsprechende Pflicht beinhalten. Ärzte und Apotheker etwa müssten sich an das E-Health-Gesetz halten, Betreiber kritischer Infrastrukturen an das IT-Sicherheitsgesetz. Beide forderten Verschlüsselung ein. Zudem schreibe das E-Government-Gesetz Maßnahmen zum Datenschutz vor, zu deren Erfüllung die Verschlüsselung von Daten zwingend notwendig sei. Wie mit den mehr oder weniger neuen Gesetzen umgegangen werden soll, ist indes nicht klar. So arbeitet die DATEV zurzeit an einer Empfehlung für Berufsgeheimnisträger zum Umgang mit dem Ende 2017 neugefassten § 203 des Strafgesetzbuches.

Quelle: heise.de


Schreiben Sie uns!
Vielen Dank für das Weiterempfehlen!

Weitere Artikel zum Thema "Recht"

Archiv Durchsuchen


informativ

AGEV-Mitgliederversammlung

Die AGEV-Mitgliederversammlung 2019 am 10.5.ist gelaufen. Den Bericht dazu finden Sie im aktuellen AGEV magazin.

 


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

AGEV-Politik

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute in der Rheinischen Post angekündigt, dass er gegen Ende dieses Jahres einen „Gesetzesentwurf zur Einbeziehung der Selbstständigen in das System der Alterssicherung“ vorlegen werde und dabei Andeutungen zu seinen Plänen gemacht.


Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


DienstAGEV

Newsletter "DienstAGEV"

Für alle, die die AGEV-Themen näher kennenlernen und überhaupt immer auf dem Laufenden sein wollen:

Jeden zweiten Dienstag erscheint der AGEV-Newsletter, den Sie hier bestellen können.

Zum Archiv der Editorials des Newsletters