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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Kein Mindestlohn bei Unterbrechung des Praktikums

Wenn Praktikanten ihre Tätigkeit im Unternehmen unterbrechen und dadurch die erlaubte Höchstdauer für ein unentgeltliches Praktikum überschreiten, besteht kein Anspruch auf Mindestlohn.

Ein Praktikant forderte von seinem Arbeitgeber die Lohnsumme von 5.491,00 Euro brutto. Der Kläger argumentierte, dass er vier Monate im Betrieb tätig war und somit Anspruch auf Mindestlohn habe. Der Arbeitgeber weigerte sich die geforderte Summe auszuzahlen, da das Praktikum zwischenzeitlich unterbrochen wurde. Zum einen, weil der Praktikant krankheitsbedingt ausgefallen war, zum anderen einigte man sich auf einen dreiwöchigen Urlaub. Danach nahm er die Arbeit in einer anderen Zweigstelle wieder auf.

Die Richter am Bundesarbeitsgericht urteilten zugunsten des Arbeitgebers. Die gesetzlichen Vorgaben wurden eingehalten: Praktikanten haben keinen Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn, wenn sie das Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums leisten und es eine Dauer von drei Monaten nicht übersteigt. Wird ein Praktikum unterbrochen, kann es um die Dauer der Unterbrechungszeit verlängert werden. Im verhandelten Fall wurde die Höchstdauer von drei Monaten nicht überschritten – nach Abzug der vereinbarten Fehlzeiten.

Quelle: Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 30. Januar 2019 - 5 AZR 556/17 -


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