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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

UN: Arbeitsschutz in digitalisiertem Umfeld neu denken

Weil sich der Arbeitsalltag vieler Menschen verändert, weist nun die internationale Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen auf gesundheitliche Risiken hin. Viele Veränderung bergen demnach ein erhöhtes Gefahrenpotenzial und erfordern eine Modernisierung von Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Digitalisierung und Flexibilisierung verändern den beruflichen Alltag. Doch mit den neuen Arbeitsformen gehen auch veränderte gesundheitliche Risiken einher, wie ein neuer Bericht der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nun aufzeigt. So könnten durch Homeoffice wegfallende Arbeitswege zwar Stress oder Unfallgefahren minimieren. Andererseits sind Heimarbeitsplätze oft schlechter ausgestattet und verfügen beispielsweise nicht über eine hinreichend ergonomische Ausstattung. Auch die immer häufiger werdende Arbeit im Sitzen und die steigende Nutzung von mobilen Endgeräten belasten die Gesundheit von Arbeitnehmern. Nils Backhaus von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ergänzt, im Homeoffice würden Arbeitnehmer in vielen Fällen länger arbeiten und die gesetzlichen Ruhepausen nicht einhalten. Auch Vereinsamung sei eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Ganz grundsätzlich besteht laut ILO ein höheres Gesundheitsrisiko bei Arbeitsformen wie der Zeitarbeit, Teilzeitarbeit, unregelmäßiger oder Gelegenheitsarbeit, Bereitschaftsarbeit oder Selbstständigkeit. Die Konsequenz aus den aktuellen und fortschreitenden Entwicklungen muss laut Internationaler Arbeitsorganisation eine Modernisierung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sein. Dazu sollen nach Wunsch der ILO Unternehmen, Behörden und Akteure des Gesundheitswesens stärker kooperieren.

Quelle: haufe.de


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