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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Onlinehandel: Zoll stoppt viele Sendungen

Deutschen Händlern gehen durch ausländische Konkurrenz viele Kunden verloren. Doch nicht nur die Verkäufer in Ladenstraße und Internethandel können bei weltweit verschickter Ware Verluste machen – auch Käufer sollten genau darauf achten, wo die bestellte Ware eigentlich herkommt.

Viele Deutsche bestellen Waren über das Internet bei ausländischen Anbietern, ohne das im Vorfeld zu bemerken. Einige erfahren das dann leidvoll im Anschluss an den Kauf, wenn sie ihre Ware beim Zollamt abholen müssen. Recherchen des rbb-Verbrauchermagazins SUPER.MARKT haben ergeben, dass immer mehr Pakete beim Zollamt in Berlin-Schöneberg gestoppt werden – im Jahr 2018 waren es ganze 90.000 Warensendungen. Gerade die Sendungen aus China, von wo die meisten der im Ausland bestellten Pakete stammen, sorgen bei Verbrauchern und Behörden aufgrund unsicherer Qualitätsstandards oder potenziell illegaler Inhalte häufig für Ärger. „Die Krokodilledertasche, die früher über Flughäfen eingeschmuggelt wurde, wird heute über den Onlinehandel bestellt“, sagt Claudia Rossow-Scholl, stellvertretende Pressesprecherin des Hauptzollamts Berlin. Von den über 70 Prozent der deutschen Online-Shopper, die Ware im Ausland bestellen, merkt ein Viertel es erst danach. Ein großes Problem ist die oft uneindeutige Deklaration der Produkte. Das versehentliche Bestellen bei ausländischen Händlern kann auch bei großen Anbietern wie Amazon passieren, warnt Rossow-Scholl. Wenn der Verkäufer die Ware dann nicht hinreichend deklariert hat und das Paket nicht von der Deutschen Post verschickt wird, muss der Käufer beim Zollamt erscheinen – und hoffen, dass keine problematische oder unzureichend versteuerte Ware in dem Paket liegt, das im Beisein eines Beamten geöffnet werden muss.


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