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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Touchscreen zum fühlen

Wissenschaftlern an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist es gelungen, zweidimensionale Abbildungen auf einem Touchscreen dreidimensional erlebbar zu machen.

Bei der Bedienung eines Tablets oder Smartphones musste der Nutzer bisher immer genau hinsehen, was er anklickt. Künftig können Anwender Tasten auf dem Touchscreen genau fühlen und bedienen - ohne hinzuschauen. Grundlage ist das „Multilayer Haptic Feedback“-System, genannt FleXuface. Entwickelt hat es Ernst Kruijff mit seinem Team vom Institute of Visual Computing (IVC) an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. 

Das FleXuface basiert auf einer dehnbaren und flexiblen Folie, die mit etwas Abstand zum Display des Tablets angebracht ist. Die Oberflächenspannung der Folie ist motorgesteuert und je nach Spannung werden Erhebungen der Abbildungen spürbar. Fährt man mit dem Eingabestift über das FleXurface, sieht der Nutzer seine Eingabe direkt auf dem Display und kann sie auch in 3D fühlen.

Viele Anwendungsmöglichkeiten sind denkbar, etwa bei Vorträgen: Der Redner kann sich auf die Zuhörer und die Leinwand konzentrieren, während er die Bedienknöpfe oder Befehlstasten auf dem Touchscreen seines Tablets fühlt und bedient. Denkbar ist das System auch als Unterstützung für Blinde oder Sehbehinderte.

Quelle: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
 


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