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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

Zolländerung für Waren mit geringem Wert

Dem deutschen Fiskus entgehen jedes Jahr mehrere Millionen Euro, weil auf Warensendungen aus Drittländern keine Importabgaben anfallen. Viele Versender nutzen eine Lücke aus und deklarierten Warensendungen falsch aus. Eine Rechtsanpassung soll dies künftig verhindern.

Derzeit fallen für Warensendungen unter 22 Euro keine Gebühren an. Bei Privatsendungen aus Drittländern liegt die Grenze sogar bei 45 Euro. Händler geben daher oft an, dass ihr Paket ein Geschenk ist, um den Zoll zu prellen. Zur Unterbindung dieser Praxis wird der Zoll-Kodex der Europäischen Union geändert. Die Neuerung erlaubt die Einführung eines sogenannten „super-reduzierten Datensatzes“, auch als „SRDS“ bekannt, für geringfügige Warensendungen. Demnach müssen künftig alle Informationen zu den Warensendungen mit einem Wert bis zu 150 Euro elektronisch an den Zoll geschickt werden. Erfolgt kein vorheriger Datentransfer, darf die Ware nicht mehr versendet werden. Ab dem 1. Januar 2021 soll das neue System etabliert sein.

Der Händlerbund unterstützt dieses Verfahren im Kampf gegen Steuerbetrug und Produktfälschungen.

Quelle: Händlerbund


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