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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Zalando: Datenschützer prüfen Mitarbeiter-Scoring

Die Berliner Datenschutzbehörde beschäftigt sich mit einer Bewertungspraxis für Mitarbeiter, die bei Zalando zur Anwendung kommt. Mitarbeiter müssen sich in einer App gegenseitig bewerten.

„Zonar“ heißt das Werkzeug, das beim Onlinehändler Zalando zum Einsatz kommt und nun die Berliner Datenschutzbehörde auf den Plan gerufen hat. Es wird zur gegenseitigen Bewertung innerhalb der Belegschaft genutzt. Was wohl der Steigerung der Produktivität am Arbeitsplatz dienlich sein soll, kommt bei den Mitarbeitern laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung aber vor allem als Überwachung, Leistungsdruck und Stress an.

Gehalt abhängig von Kollegen-Bewertung

Kein Wunder, hängen von dem eigenen Abschneiden im Feld der Bewerteten doch auch Gehalt und Aufstiegschancen ab. Zalando bestreitet nicht, dass die Bewertungen der Kollegen einen großen Einfluss auf Lohn und Karriere der Mitarbeiter haben, sieht das aber als Fortschritt an. Schließlich würden in herkömmlichen Systemen einzelne Führungspersönlichkeiten die Entscheidungen treffen, in die nun auch das Feedback der direkten Kollegen einfließt.

Rechtliche Unklarheiten vor allem in Datenschutzfragen

Was nun aber die Datenschützer auf den Plan ruft, sind vor allem fehlende Transparenz und Zweifel an der DSGVO-Konformität des Tools. So haben die Autoren der Studie zum Beispiel keine Antwort darauf gefunden, „nach welcher Logik und mit welcher Gewichtung […] etwa die erhobenen Daten algorithmisch in Scoringwerte überführt [werden]“ oder auf welche Weise man sich überhaupt das Einverständnis zur Datenverarbeitung eingeholt habe.

Quelle: netzpolitik.org


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