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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Urlaubsanspruch: Pflichten des Arbeitgebers

Gegen Ende des Kalenderjahres fällt manchem Arbeitgeber oder Angestelltem auf: Das Konto enthält noch ungenutzte Urlaubstage. Doch wer ist für die fristgerechte Inanspruchnahme des Erholungsurlaubes verantwortlich – und was passiert mit nicht genutztem Kontingent?

Die zustehenden Urlaubstage ungenutzt zu lassen, kann verschiedene Ursachen haben. Wichtige Projekte, die unbedingt abgeschlossen werden müssen, vorübergehende Arbeitsunfähigkeit oder die Pflege eines Angehörigen können dazu führen, dass am Ende des Jahres noch Urlaubsanspruch besteht, der dann mitunter nicht mehr genutzt werden kann.

Grundsätzlich ist Jahresurlaub nach § 7 Abs. 3 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) im laufenden Kalenderjahr zu nehmen. Wichtige Gründe – etwa die eben genannten – können jedoch rechtfertigen, Urlaub in das folgende Jahr zu übertragen. Innerhalb der ersten drei Monate des Folgejahres kann der Urlaub dann noch genommen werden.

Hat der Arbeitnehmer weder im laufenden Kalenderjahr noch innerhalb der ersten drei Monate des Folgejahres den Urlaubsanspruch angemeldet, verfällt er – und mit ihm auch der Anspruch auf die Zahlung des entsprechenden Urlaubsentgelts. Allerdings hat auch der Arbeitgeber Pflichten, die der rechtzeitigen Einlösung des Urlaubsanspruchs dienlich sein sollen.

So muss der Arbeitgeber auf den zu drohenenden Verfall des Urlaubsanspruches hinweisen und dem Angestellten eine angemessene Gelegenheit zum Antritt des ausstehenden Urlaubs einräumen. Sobald ein Arbeitgeber rechtzeitig geltend gemachten Urlaub pflichtwidrig vorsätzlich oder fahrlässig nicht gewährt oder auf den möglichen Verfall nicht hinweist, besteht Schadenersatzanspruch auf Seiten des Arbeitnehmers.

Mehr Informationen und rechtliche Hintergründe zu diesem Thema lesen Sie hier.


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