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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
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Wenn in der Coronakrise die Insolvenz droht

Viele Unternehmen sind nach den langen Monaten Krisensituation in ihrer Existenz bedroht. Zwar hat die Politik einen milliardenschweren Rettungsschirm aufgespannt, der jedoch nicht allen helfen wird. Welche Möglichkeiten das Insolvenzrecht einräumt.

Seit 2012 bietet das deutsche Insolvenzrecht diese Möglichkeit, ohne Eingriff eines externen Insolvenzverwalters. Ein unternehmensfreundlicher Ansatz, da die bis dahin tätige Geschäftsführung die Leitung behält und selbst ein Sanierungskonzept erarbeiten und umsetzen kann. Ziel ist es, die Existenz des Unternehmens zu sichern, eine Zerschlagung zu vermeiden. Das Gericht muss dem Verfahren zustimmen und einen Sachwalter zur Überwachung bestellen.

Insolvenz anmelden

Nach der Insolvenzordnung muss die Geschäftsführung normalerweise innerhalb von drei Wochen beim zuständigen Amtsgericht den Insolvenzantrag stellen. In der Coronakrise wurde diese Frist auf Ende September 2020 verlängert. Antragspflicht besteht, wenn einer dieser drei Faktoren vorliegt: Das Unternehmen ist überschuldet – seine Verbindlichkeiten sind höher als sein Vermögen. Es ist abzusehen, dass kurzfristig Zahlungsunfähigkeit droht. Die Zahlungsunfähigkeit ist bereits eingetreten.

Sanierung erleichtern

Eine Insolvenz in Eigenregie gibt der Geschäftsführung Zeit, in Ruhe eine nachhaltige Sanierungsstrategie zu entwickeln. Zudem stärkt sie den finanziellen Spielraum, da die Gehälter für die nächsten drei Monate aus der Insolvenzkasse der Bundesagentur für Arbeit gezahlt werden. Das eigentliche Anliegen der Insolvenz, die Gläubigeransprüche zu befriedigen, bleibt unberührt.

Mehr Informationen zum Insolvenzrecht erhalten Sie beim Mittelstandsportal mittelstand-koeln-bonn.de


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