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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - 14. Kalenderwoche 2019

Liebe Leserin,
lieber Leser,

Whatsapp hat auf geschäftlich genutzten Smartphones nichts zu suchen. Das Unternehmen gibt private Daten an seinen Eigentümer Facebook weiter, Sie benötigen das Einverständnis aller Ihrer Kontaktpersonen auf Ihrem Rechner (illusorisch), und mit Whatsapp können Sie auch keinen von der DSGVO geforderten Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen. Also im Zweifel: Finger weg!

Ohne Whatsapp ist man privat zwar kommunikationstechnisch vereinsamt, aber für den legalen Einsatz im Betrieb oder für den Austausch sensibler Daten kann man manch Ungemach in Kauf nehmen. Immerhin gibt es Alternativen, die sogar funktional teils besser sind als das Original.

Sicherheitstechnische Minimalanforderung ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, damit auch Ihr Diensteanbieter Ihre Nachrichten nicht lesen kann. Wenn die dann noch mit Open-Source-Software funktioniert, kann man schon Vertrauen in ihre Wirksamkeit setzen. Diesen Bedingungen werden von den großen Anbietern, die Android und Apple bedienen, Line, Signal, Threema, Viber und Wire gerecht.

In einem Vergleich der Fünf hat die FAZ vor drei Wochen Signal als eindeutigen Sieger ausgemacht. Der Messenger wird von der gemeinnützigen amerikanischen Signal-Stiftung entwickelt, die sich aus Spendengeldern finanziert, pikanterweise auch mit 50 Mio. Dollar von Whatsapp-Mitgründer Brian Acton. Signal hat das Prinzip der Datensparsamkeit perfektioniert, weil es nicht weiß, welcher Nutzer wann mit wem über was kommuniziert.Für den Einsatz im Betrieb ist die komfortable Nutzung am PC ein nützliches Zusatzmerkmal, das die Konkurrenten allerdings auch aufweisen.

Klarer Zweiter im Vergleichstest ist übrigens das an dieser Stelle auch schon vorgestellte Threema, das aus der Schweiz stammt.

Edward Snowden hat sich als Fan von Signal geoutet, was dem System einen zusätzlichen Ritterschlag verleiht. Selbst sensible, unternehmenskritische und personengebundene Daten sollten bei Signal damit vor unbefugten Blicken geschützt sein.

An die Grenze kommt Signal allenfalls bei der Nutzung im Iran. Denn seine bevorzugte Methode, sich hinter Google-Diensten zu verstecken, um Zensur in Diktaturen zu verhindern, funktioniert dort aufgrund der Trump’schen Sanktionen nicht. Amazon hat sich auch nicht getraut, aus der Patsche zu helfen, aber die umtriebigen Macher der Software werden im Namen der Zensurfreiheit bald auch eine gangbare Lösung für den Iran finden, hofft

Ihr

Franz J. Grömping

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informativ

Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

  • Die deutsche Datenschutzkonferenz (DSK) will Apps prüfen, die das Software-Development Kit (SDK) von Facebook nutzen.
  • Recht auf Vergessenwerden: Aus Art. 17 Abs. 1 DSGVO folgt Anspruch auf Unterlassung der Verarbeitung personenbezogener Daten für die Zukunft.
  • Leitlinien zur Datenübertragung im Rahmen von Asset Deals veröffentlicht.

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


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