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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - 19. Kalenderwoche 2020

Liebe Leserin,
lieber Leser,

die neueste Umfrage des Ifo-Instituts zur Erwartung der Industrie an Produktion und Beschäftigung hat desaströse Ergebnisse gebracht, die deutlich hinter die Werte zum Höhepunkt der Finanzkrise zurückfallen. Geradezu vernichtend sind sie in der Leder- und in der Mineralölindustrie. In der Dienstleistungswirtschaft sieht es ähnlich katastrophal aus, denkt man nur an die Gastronomie und die Veranstaltungswirtschaft.

Kein Wunder, dass aus allen Verbänden teils vernünftige, teils abstruse Forderungen nach Unterstützung laut werden. Mit am lautesten schreit wie gewohnt die Autoindustrie nach einer Abwrackprämie oder vergleichbarer Unterstützung, obwohl diese 2009 als teures, aber unwirksames Strohfeuer endete. Zudem sitzen die deutschen Hersteller auf 50 Mrd. Euro Gewinnen aus den letzten Jahren. Eine erneute vorzeitige Verschrottung von funktionstüchtigen Autos wäre eine umweltpolitische Bankrotterklärung derjenigen, die jetzt überall verkünden, die Krise müsse auch zur technologischen Erneuerung genutzt werden.

Der Verband des deutschen Einzelhandels (HDE) wiederum schlägt ein Konsumgeld von 500 € für jeden Bundesbürger vom Säugling bis zur Greisin vor, um die allgemeine Nachfrage zu stimulieren. Allerdings  erhöht ungeplanter Konsum kaum die Lebenszufriedenheit, sondern nur den ökologischen Rucksack der Deutschen. Das einzig Positive an dieser Idee ist, dass sie unbürokratisch ist und allen Bundesbürgern zu Gute käme, sodass insbesondere kinderreiche Familien bei klugem Einsatz einen echten Vorteil bekämen.

Die dafür nötige gigantische Summe von 42 Mrd. € allerdings kann deutlich effektiver eingesetzt werden. Und schon landen wir wieder bei den Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Bildung, die drei großen Felder, die Deutschland in der letzten Dekade verschlafen hat. Jeder Euro wird sich hier mit Zins und Zinseszins auszahlen, und wir wissen ja, diese beiden Güter gibt es sonst kaum noch.

Helfen kann der Staat den Selbstständigen und Unternehmen auch ganz einfach und kostenlos: Die Steuerjahre 2019 und 2020 sind zusammenzufassen, sodass keine Vorauszahlungen mehr nötig werden, die später eh ans Unternehmen zurückzuzahlen sind. Ein Schritt dahin ist bereits gemacht: Unternehmen können eine zinsfreie Stundung ihrer Nachzahlungen für 2019 beantragen. Die AGEV wird sich in den nächsten Wochen für den Ausbau solch einfacher, aber wirkungsvoller und zudem kostenloser Lösungen einsetzen, verspricht Ihnen.

Ihr

Franz J. Grömping

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informativ

Coronavirus FAQ

Christian Solmecke, bundesweit bekannter Rechtsanwalt und Partner der Kölner Kanzlei WBS und Kooperationspartner der AGEV, beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Themen „Veranstaltungen“, „Was darf der Staat“, „Arbeitsrecht“, „Reisen“ und „Events“.


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Berichte vergangener Veranstaltungen

Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


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