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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - 20. Kalenderwoche 2019

Liebe Leserin,
lieber Leser,

es ist zwar fast 40 Jahre her, aber an diesen Grundsatz der Ökonomie kann ich mich noch gut erinnern: Ist die Nachfrage rückläufig, fällt auch der Preis.

Mir ist schon klar, dass dieses Gesetz in digitalen Zeiten nicht mehr uneingeschränkt gilt, aber die Post verstößt systematisch dagegen. Das Porto steigt demnächst auf 80 bis 90 ct im Vergleich zu 10 ct bspw. im Jahre 1960. Begründung: Die Anzahl der Sendungen nehme ab. Was, glaubt die Post denn, wird passieren, wenn sie das Porto weiter erhöhen wird?

Sie weiß natürlich, dass die Digitalisierung der Kommunikation nicht aufzuhalten ist, und in Gemeinschaft mit dem Staat und Großaktionär versucht sie noch mitzunehmen, was mitzunehmen ist. Sieht man von einer gewissen Unfairness gegenüber der Internet-aversiven Generation ab, überwiegen sogar die Vorteile dieses Preisdiktats. Denn auch die letzten, dem Analogen verhafteten Unternehmen werden dazu gezwungen, ihre Kommunikationsstrukturen neu zu gestalten. Ich bin z. B. immer noch erstaunt, wieviel Briefpost ich noch von meinen Versicherungen und meinen Banken bekomme, aufwändig, sinnfrei, unökologisch.

Am letzten Freitag fand die AGEV-Mitgliederversammlung statt. Wer von Ihnen teilgenommen hat, weiß, dass wir dort einstimmig den totalen Abschied von brieflicher Kommunikation einstimmig beschlossen haben. Ein bisschen stolz sind wir darauf, dass wir alle Mitgliedsunternehmen auf diesem Weg mitnehmen konnten. Denn in der Einladung zur Versammlung hatten wir abgefragt, wer denn auch in Zukunft Briefpost von uns bekommen möchte. 256 Mitglieder hatten das bejaht, und wir freuen uns jetzt bei jeder Pflichtaussendung wie der Einladung zur Versammlung ehrlich, wenn wir nach Altvätersitter einige wenige Briefe abschicken und dabei alter Zeiten gedenken; „Analog ist das neue Bio“, so hieß - glaube ich - der Bestseller vor einigen Jahren.

Eigentlich hätte die Post nach den Kriterien der Bundesnetzagentur das Porto gar nicht oder nur leicht erhöhen dürfen. Aber das Wirtschaftsministerium – Nachtigall, ick hör dir trapsen – änderte die Vergleichsparameter mit denen die angemessene Portohöhe ermittelt werden darf. Die Post durfte sich plötzlich mit den Gewinnen „besonders ertragreicher Zusteller“ in der EU vergleichen. Preiswerte Postangebote z. B. in den östlichen Ländern mussten nicht mehr in den Vergleich einbezogen werden.

Vielleicht war Frau Nahles‘ Pippi-Zitat: „Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt“, doch nicht so daneben geraten, befürchtet

Ihr

Franz J. Grömping

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informativ

AGEV-Mitgliederversammlung

Die AGEV-Mitgliederversammlung 2019 am 10.5.ist gelaufen. Den Bericht dazu finden Sie im aktuellen AGEV magazin.

 


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

13. November 2019


AGEV-Politik

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute in der Rheinischen Post angekündigt, dass er gegen Ende dieses Jahres einen „Gesetzesentwurf zur Einbeziehung der Selbstständigen in das System der Alterssicherung“ vorlegen werde und dabei Andeutungen zu seinen Plänen gemacht.


Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


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