Mitglieder-Bereich | Newsletter

Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - 24. Kalenderwoche 2019

Liebe Leserin,
lieber Leser,

einer der größten politischen Erfolge der AGEV dürfte unser Beitrag zur flächendeckenden Einführung des Schulfachs „Wirtschaft“ in NRW ab 2020, in den Gymnasien sogar schon ab Herbst 2019, gewesen sein.

Dachte ich bis letzte Woche - doch dann las ich in der Wirtschaftswoche (22/19) den offenen Brief eines Vaters, der aktuell seinen Sohn bei dessen Abiturprüfung „Sozialwissenschaften/Wirtschaft“ begleitet hat, an die zuständige Ministerin Gebauer (FDP). Fairerweise muss ich ergänzen, dass es sich hier noch um das alte Curriculum handelt, aber bis zu einem Lehrplan, wie ihn sich die beteiligten AGEV-Mitglieder vorgestellt haben, muss noch sehr viel Wasser den Rhein runterfließen:

In dem Brief beschreibt er einige Inhalte des Prüfungsstoffs: „Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit“, „aktuelle Tendenzen der Prekarisierung“, „Auseinandersetzung mit dem Arbeitslohn“, „alternative Bewältigung von Staatschulen“, „Globalisierungskritik“ usw.

Es ist sicher Teil der Idee des Abiturs, analysieren und problematisieren zu können. Aber sich dafür alle negativen Aspekte unseres Wirtschaftssystems herauszusuchen, ohne auf die seit 70 Jahren erfolgreiche Basis zu gucken, ist geradezu unverantwortlich. Wer steckt hinter diesen Themen? Wo bleiben stattdessen Ludwig Erhard, Tarifautonomie, dualer Ausbildungsweg, Hidden Champions, Währungsstabilität und der größte wirtschaftliche Wohlstand der Menschheitsgeschichte?

„Gerade grotesk“ findet es der Autor zu Recht, wenn es um die Inhalte einer Beispielklausur geht. Darin erhält der Prüfling acht Punkte für seine Antwort auf die Frage, wie denn die Politik einen Aufschwung stabilisieren könne, wenn er eine „Lohnerhöhung für staatliche Bedienstete“ vorschlägt, um die Binnennachfrage zu stärken. Gleiches gilt für die Antwort „Erhöhung des Spitzensteuersatzes.“ Wer steckt hinter solch hanebüchenen Lösungsfibeln?

Der AGEV-Vorschlag „Wirtschaft in die Schulen“ nach dem erfolgreichen Vorbild von Grün-Schwarz in Baden-Württemberg fand sich vor zweieinhalb Jahren im Wahlprogramm der NRW-FDP wieder, während die anderen Parteien zurückhaltend bis gar nicht reagiert hatten. Wir haben uns darüber gefreut, dass er es bis zur Umsetzung innerhalb der schwarz-gelben Koalition geschafft hat. Aber wir müssen jetzt darauf hoffen, dass sich einige kluge Leute im Ministerium an die Arbeit machen und den alten Lehrplan zügig ausmisten.

Herzliche Grüße

Franz J. Grömping
 

Archiv Durchsuchen


informativ

AGEV-Mitgliederversammlung

Die AGEV-Mitgliederversammlung 2019 am 10.5.ist gelaufen. Den Bericht dazu finden Sie im aktuellen AGEV magazin.

 


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

13. November 2019


AGEV-Politik

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute in der Rheinischen Post angekündigt, dass er gegen Ende dieses Jahres einen „Gesetzesentwurf zur Einbeziehung der Selbstständigen in das System der Alterssicherung“ vorlegen werde und dabei Andeutungen zu seinen Plänen gemacht.


Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


DienstAGEV

Newsletter "DienstAGEV"

Für alle, die die AGEV-Themen näher kennenlernen und überhaupt immer auf dem Laufenden sein wollen:

Jeden zweiten Dienstag erscheint der AGEV-Newsletter, den Sie hier bestellen können.

Zum Archiv der Editorials des Newsletters