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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - 45. Kalenderwoche 2020

Liebe Leserin,
lieber Leser,

ist nach der Corona-Pandemie vor der digitalen Pandemie? Diese Befürchtung äußerte Thomas Buberl, der deutsche CEO des weltgrößten Versicherungskonzerns AXA, in der letzten Woche auf einem Kongress. Sollte er recht haben, käme die Welt wohl nicht vom Regen nur in die Traufe, sondern in ein ganzes Fass.

Wer den Thriller „Blackout“ gelesen hat, weiß, was ich meine. Konzertierte Angriffe weltweit organisierter Cybergangster greifen die kritischen IT-Systeme ganzer Staaten an. Im Buch war es die Stromversorgung, alle anderen IT-Strukturen sind ebenfalls sensible Ziele. Ausgerechnet die Vernetzung der Systeme, mit der uns das Internet so viel Nutzen geschaffen hat, ist das Manko: Infiziere ich ein System, erwische ich viele.

Vermutlich gibt es sogar weitere Parallelen zur Bekämpfung einer medizinischen Pandemie: Auch einer solchen Gefahr war man sich seit langem bewusst, aber es fehlte die Entschlossenheit, proaktiv tätig zu werden. Das kostet immerhin sehr viel Geld, ohne dass man genau weiß, ob der Aufwand wirklich notwendig ist. Und ob der Wähler das gutheißt?

So ist es auch bei der Cyber-Pandemie: Die kritischen IT-Systeme in den großen Institutionen, Verwaltung, Justiz, Krankenhäusern müssten nicht nur redundant aufgesetzt werden, sondern zusätzlich unter ganz unterschiedlichen Betriebssystemen und ohne Vernetzung – ein teures und kompliziertes Unterfangen.

Solange das nicht passiert, müssen wir uns auf die Sicherheit unserer klassischen Systeme verlassen. Da bleibt ein mehr als mulmiges Gefühl. Die AXA ist übrigens einer der größten Cyberversicherer; auch unter diesem Blickwinkel ist die Äußerung ihres Chefs zu sehen, honi soit qui mal y ponse. Sollte es jedoch wirklich zum Super-Cybercrime-Gau kommen, werden die Versicherungssummen nicht ausreichen, um die Schäden zu bezahlen.  

Apropos: Die Bundesregierung, genauer gesagt der Steuerzahler, steht für die Summen ein, die die von der Thomas-Cook-Pleite betroffenen Pauschalreisenden erlitten haben und die vom Versicherer nicht erstattet werden. Ja, ernsthaft! Wir befinden uns offenbar immer mehr auf dem Weg ins betreute Leben. Ist das die richtige Route, fragt Sie

Ihr

Franz J. Grömping

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informativ

02.12.2020 - Online -


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Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

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Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


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