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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V

DienstAGEV - Archiv der Editorials

 

DienstAGEV 21. Kalenderwoche 2017

Liebe Leserin,
lieber Leser,

direkt vor der Wahl Emmanuel Macrons zum neuen französischen Staatspräsidenten wurden massenhaft geheime oder falsche Informationen über ihn ins Netz gestellt, um offenbar die Wahl zu seinem Nachteil zu beeinflussen. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich im amerikanischen Wahlkampf zulasten von Hillary Clinton.

Geradezu erdrückende Beweise gibt es dafür, dass russische Nachrichtendienste Urheber dieser Hackerangriffe sind und vieles spricht dafür, dass vergleichbare Attacken auch vor der Bundestagswahl stattfinden werden. Denn „Merkel“ dürfte ein auch in der russischen Sprache gebräuchliches Synonym für „Stabilität“ sein, und was kann es aus Sicht der russischen Führung Unangenehmeres geben?

Offenbar stellt sich den Hackern kaum jemand entgegen, weder politisch noch technisch. Rhetorische Ermahnungen oder Sanktionen scheinen die Verantwortlichen nicht zu schrecken, technische Abwehrmaßnahmen gegen Cyberangriffe stecken noch in den Kinderschuhen und werden diesen vielleicht auch nie entwachsen können.

Auf zusätzliche, ganz banale Rachemotive für die Angriffe während des amerikanischen Wahlkampfs lassen die Aussagen des russischen Investigativjournalisten Soldatow in seinem aktuellen Buch schließen, der davon ausgeht, dass sie eine spontane Vergeltungsaktion Putins für die Veröffentlichung der „Panama Papers“ sind, in denen die Bereicherung seiner besten Freunde thematisiert wurden.

Dass nichts und niemand vor Schäden geschützt ist, belegen die WannaCry-Virenattacken aus dem Mai, als vermutlich aus Nordkorea weltweit mehr als 300.000 Computer angegriffen und lahmgelegt wurden. Was passiert eigentlich, wenn mit der zunehmenden Digitalisierung der Autos schon bald bei Tempo 130 auf der Autobahn eine Stimme aus dem eigenen Smartphone kommt: „Überweisen Sie 100 Bitcoins, dann können Sie Ihre Bremse wieder betätigen.“? Technisch dürften dem kaum Hindernisse entgegenstehen.

Wer vor einigen Jahren den Thriller „Blackout“ gelesen hat, der in beklemmender Art und Weise die Folgen eines Angriffs auf das europäische Stromnetz schildert, ahnt, welche Dimensionen diese Bedrohung annehmen kann. Die fortschreitende Digitalisierung lässt uns keine Wahl: Wir müssen unsere technischen Systeme schützen lernen, sonst drohen existenzielle Desaster. Sicherheit als Thema Nr. 1 im kommenden Wahlkampf erhält eine zusätzliche Dimension.

Einen schönen Feiertag!

Ihr

Franz J. Grömping

 


 

DienstAGEV 19. Kalenderwoche 2017

Liebe Leserin,
lieber Leser,

mit 600 Besuchern völlig ausgebucht war der siebte e-Marketingday der rheinischen IHKs, an dem sich die AGEV wie gewohnt als Medienpartner beteiligte, am 26. April in der Kölner Flora. Das herrliche Ambiente erwies sich als ideal für das Tagungskonzept und inspirierend für die Teilnehmer.

Aus den vielen Themen rund um das digitale Marketing stach mir eins besonders ins Auge: Welche Gestaltungsmittel helfen erwiesenermaßen bei der grundsätzlichen Gestaltung einer Webseite? Dazu fasste Frau Prof. Dr. Silvia Zaharia die Ergebnisse ihrer eigenen, ganz aktuellen Studie zusammen.

Will man eher männliches Publikum ansprechen, helfen kühle Farben und eine stringente Menüführung. Amazon ist dafür ein ganz gutes Beispiel. Zalando hingegen ist von seiner Bilder- und Farbwahl, vor allem aber mit seinen Querverweisen und Ablenkungen, mehr auf das Shopping-Erlebnis der Frau ausgerichtet.

Will man beide Geschlechter ansprechen, empfiehlt es sich, eher den weiblichen Weg zu gehen, weil Männer darauf kaum negativ reagieren, während Frauen auf Männerseiten signifikant schnell Reißaus nehmen.

Die Begriffe „kompetent“ und „Vertrauen“ haben unabhängig vom Geschlecht signifikante  Verbesserungen bei den Zugriffszahlen erzielt, auch leichtbekleidete Damen und Babygesichter sind von Vorteil, um die Verweilzeiten zu erhöhen.

Eine besondere Bedeutung hat das Wort „gratis“. Man bot in einem Experiment ein gutes Produkt A deutlich unter seinem Normalpreis für  16 € an und ein etwas schlechteres Produkt B für 1 €. 75 % der Interessenten entschieden sich für das teurere Produkt A. Nachdem man beide Angebote um jeweils einen Euro verbilligt hatte und B dadurch kostenlos wurde, nahmen 75 % das Gratisangebot, obwohl es im Vergleich keinen Deut günstiger im Vergleich zum Produkt A geworden war.

Mathematische Ignoranz dürfte hierbei ausnahmsweise keine Rolle gespielt haben, sondern beim Wort „gratis“ spielt uns wieder einmal die Psychologie einen Streich. Das erinnert mich eindringlich an die Aussage eines der bekanntesten deutschen Hirnforschers vor Jahren, der daran erinnerte, dass von unseren über 10.000 Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen, mehr als 85 % vom Unterbewusstsein gesteuert werden.

Eine bewusste Woche wünscht Ihnen

Ihr

Franz J. Grömping

 


 

DienstAGEV 16. Kalenderwoche 2017

Liebe Leserin,
lieber Leser,

auf mehr als 7.000 Tote jährlich schätzen Mediziner die Opfer von Stickoxiden (NOx) aus dem Autoverkehr in Deutschland. Damit läge die Zahl fast doppelt so hoch wie die der durch Unfälle getöteten Verkehrsteilnehmer. Die Hauptschuld daran tragen Dieselmotoren, die bis zum Abgasskandal noch von den meisten Experten gelobte Motortechnologie zur Einsparung von CO2.

Nach der Wahl im Herbst wird die neue Bundesregierung Maßnahmen ergreifen, die bis hin zu kompletten Fahrverboten für Dieselantriebe in den Innenstädten reichen könnten. Vorreiter war hier das durch seine Kessellage geplagte Stuttgart, wo aber jetzt nach Interventionen von Ministerpräsident Kretschmann zurückgerudert wird.

Autokäufern wird aus der Branche suggeriert, dass sie mit Dieseln, die die EU-6-Norm erfüllen, auf der sicheren Seite seien. Bei vielen steht sogar „A+“ auf dem Ökolabel. Allerdings hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH), das Institut, das die Autoindustrie nach Aussage eines führenden Branchenvertreters derzeit „am meisten nervt“, Praxistests durchgeführt und erschreckende Ergebnisse festgehalten.

Fahrten im Normalbetrieb, bei denen die Abgase aufgefangen wurden, also eine Versuchsanordnung, die man als wohlmeinender Verbraucher eigentlich voraussetzen sollte, ergaben bis zu 17-fache Überschreitungen des Grenzwertes von 80 mg NOx pro km. Der Fiat 500 X blies 1380 mg in die Luft, während der Testsieger Audi A 5 sich mit 40 g beschied. Plastisch bedeutet das, dass es für die Atemluft keine Rolle spielt, ob 34 Audi A 5 oder ein einziger Fiat 500 X vor einem herfahren!

Die Probleme treffen offenbar alle Anbieter, vor allem auch die ausländischen, und unterscheiden sich zwischen den Modellen eines Konzerns gewaltig, zum Beispiel bei der Mercedes B-Klasse mit 14-facher Überschreitung und der neuen E-Klasse mit 47 %-iger Unterschreitung des Grenzwertes.

Auch der grüner Ideologie völlig unverdächtige ADAC hat die politische Bedeutung von eco-Tests entdeckt und kam schon Ende 2015 zu ganz ähnlichen Werten auf dem Praxisprüfstand. Er „kann den Kauf …(von EU 6-Dieseln) ... nur dann empfehlen, wenn Hersteller und Händler die Einhaltung der zukünftigen RDE-Abgasgesetzgebung verbindlich zusichern.“

Bei der nächsten Kauf- oder Leasingentscheidung für den Dienst- oder Privatwagen gilt es also besonders genau hinzusehen, empfiehlt

Ihr

Franz J. Grömping

 


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Aktuelles

Solidaritätszuschlag soll weg

Obwohl die Deutschen mehrheitlich gegen Steuersenkungen sind, solange die öffentlichen Haushalte so desaströs verschuldet sind, befürworten sie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

62 % sind für die Abschaffung, 16 % dagegen. Die Motive für diese Meinung sind sicher sehr unterschiedlich und hängen vom Wissenstand um die Funktion des Soli ab.

Die AGEV jedenfalls fordert die Abschaffung dieses Zuschlags als einen einfachen und unbürokratischen Einstieg in ein transparenteres Steuerrecht. Ob das in einem Schlag gelingt oder stufenweise angegangen wird, ist eher zweitrangig. Da die Länder bei dieser Steuer nicht mitreden dürfen, sollte der Schritt gelingen.


aktuell

politisch

AGEV-Engagement politisch

Die AGEV in unterschiedlichen - für unsere Mitglieder und gesamtgesellschaftlich - relevanten Themenfeldern politisch engagiert. Einzelheiten zu unseren Aktivitäten finden Sie unter Empfehlungen.

Die AGEV ist beim Deutschen Bundestag und als offizielle Interessenvertretung bei den EU-Institutionen akkreditiert. Unsere Ziele: Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie die Schwerpunkte Umweltschutz, Steuergerechtigkeit und Nachhaltigkeit.


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Steuerlast

Alle reden immer von Steuersenkung, in Wahrheit aber passiert seit Jahren das Gegenteil: Laut einer Statistik des Bundesfinanzministeriums zahlen inzwischen fast 3,9 Millionen Bürger den Spitzensteuersatz. Insgesamt hat sich die Zahl der Steuerpflichtigen, die mit 42 Prozent besteuert werden, damit seit 2004 verdoppelt.

Quelle: Handelsblatt, 11.5.2017

Interessanterweise wird bei diesen Aussagen der Solidaritätszuschlag immer weggelassen, obwohl dieser sich seit 25 Jahren breit gemacht hat und immer mit bezahlt werden muss. Rechnet man ihn hinzu, ist der Grenzsteuersatz ab einem Bruttoeinkommen von 54.000 € bereits bei 44,3 %, mit Kirchensteuer gar bei 48 %!


Maschinensteuer

"Eine Roboter- oder Maschinensteuer ist nicht zielführend. Sie kann dazu führen, dass Unternehmen darauf verzichten, innovative Technologien einzusetzen. Es ist wenig sinnvoll, Innovationen in Ketten zu legen. Besser ist es, die Gewinne der Unternehmen zu besteuern, egal ob sie durch Menschen oder Maschinen erwirtschaftet wurden."

Bundeswirtschaftministerin Brigitte Zypries
Welt am Sonntag, 2.4.2017