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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - Archiv der Editorials

DienstAGEV - 34. Kalenderwoche 2019

Liebe Leserin,
lieber Leser,

seit einigen Monaten pflanze ich mindestens vier Bäume pro Woche. Dabei mache ich mir weder die Hände schmutzig, noch verdunkelt sich unser Garten. Ich suche einfach im Internet nicht mehr mit Google, sondern mit Ecosia. Die alternative Suchmaschine pflanzt für jeweils 45 Suchanfragen über sie einen Setzling. Im Hintergrund werkelt Bing von Microsoft, das fast die Trefferqualität von Google hat. Stiftung Warentest beurteilt Ecosia jedenfalls deutlich besser als Google, vor allem weil die Privatsphäre gewahrt bleibt. Ich spüre schon jetzt, dass die personalisierte Werbung deutlich zurückgegangen ist und ich „Amrum“ eingeben kann, ohne dass ich danach wochenlang von Ferienhausangeboten verfolgt werde.

Aus eigener Praxis kann ich die Vorteile absolut bestätigen. Ecosia ist nicht neu, sondern hat gerade Zehnjähriges gefeiert. Die AGEV hat bereits vor acht Jahren über sie berichtet. Damals waren wir von den Suchergebnissen aber noch nicht ganz überzeugt. Heute kann man allenfalls bemängeln, dass Ecosia noch keinen Kartendienst à la Google Maps hat. Das ist zwar ein bisschen unbequem, weil man ein paar Klicks mehr benötigt, aber nicht wirklich störend. Das Alternativprodukt ist bereits in Arbeit und verspricht Zusatznutzen für Nutzer, indem es auf ökologische oder andere nachhaltige Alternativen zur Anfrage des Nutzers hinweisen soll.

Dank Ecosia sind schon 65.000.000 Bäume gepflanzt worden. Das Unternehmen bezahlt seine Steuern in Deutschland und keine herunteroptimierten Miniabgaben wie die amerikanischen Internetriesen. Der Gründer hat die Firma darüber hinaus jüngst in eine kompliziert gestaltete Stiftung ausgelagert, sodass er sich selbst von den Gewinnen ausgeschlossen hat. Vergleicht man diesen Ansatz und die anderen Nachhaltigkeitsgrundsätze von Ecosia mit denen der Internetgiganten, kann man nur stolz auf diese deutsche Idee sein.

Rufen Sie einfach in Ihrem Browser ecosia.de auf und binden Sie die Seite dort ein. Schon surfen Sie qualitativ hochwertig, mit Privatsphäre und ökologisch. 65 Mio. Bäume sind ein großartiger Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels, aber noch nicht mehr als ein Tropfen auf den im wahrsten Sinne des Wortes heißen Stein. Plant-for-the-Planet, die Stiftung von Felix Finkbeiner, dessen großartiges Projekt vor zwölf Jahren mit einem Schulreferat des damals Neunjährigen begonnen hatte und über das wir natürlich auch schon frühzeitig berichteten, hat bis heute fast 14.000 Mio. Bäume gepflanzt!

Ein sensationeller Erfolg eines ebenfalls deutschen Start-ups, über dessen Unterstützung Sie spätestens bei Ihrer nächsten Reise nachdenken können, um Ihre Treibhausgasemissionen zu kompensieren – wenige Euros für substanziellen Ertrag und ein gutes Gewissen!
Herzliche Grüße

Franz J. Grömping

PS: Dieser Beitrag ist ein aktualisierter Auszug aus dem Editorial der September-Ausgabe unseres „AGEVmagazin“, das den Mitgliedern in wenigen Tagen zur Verfügung steht. Schwerpunktthema wird, wie im letzten Newsletter angekündigt, die Bürokratie in Deutschland und ihre mühselige Bekämpfung sein.

 


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informativ

AGEV-Mitgliederversammlung

Die AGEV-Mitgliederversammlung 2019 am 10.5.ist gelaufen. Den Bericht dazu finden Sie im aktuellen AGEV magazin.

 


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

13. November 2019


AGEV-Politik

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute in der Rheinischen Post angekündigt, dass er gegen Ende dieses Jahres einen „Gesetzesentwurf zur Einbeziehung der Selbstständigen in das System der Alterssicherung“ vorlegen werde und dabei Andeutungen zu seinen Plänen gemacht.


Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


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