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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - Archiv der Editorials

DienstAGEV  -  20. Kalenderwoche 2021

 

Liebe Leserin,
lieber Leser,

für die großen Aufgaben der Gegenwart, die Erhaltung der Biosphäre bei gleichzeitiger Überwindung der Armut in der Welt, gebe es zwei große Risiken, wie der Vordenker und Bestsellerautor Jeremy Rifkin schon 2014 erklärt hat: die globale Klimaveränderung und den Cyber-Terrorismus.

Besonders problematisch ist, dass der Klimawandel nur mithilfe der Digitalisierung bekämpft werden kann, diese aber gleichzeitig auf unzähligen, sicher zu gestaltenden Datenverbindungen beruht, die Milliarden von Angriffszielen bilden. Spätestens seit Marc Elsbergs Thriller „Blackout“ wissen wir, wie zerbrechlich unsere hochtechnisierte Welt ist, sobald die Stromversorgung ausfällt. Nach einem Cyberangriff würden die Menschen innerhalb weniger Wochen in einen vorindustriellen Zustand zurückfallen mit dem Risiko archaisch anmutender Gewaltausbrüche bis hin zum Bürgerkrieg. Die führenden Sicherheitsexperten der USA ließen sich schon 2012 zitieren mit: „Es ist dies keine Frage, ‚ob‘ das passieren wird, es ist nur eine Frage des ‚Wann‘“.

Im letzten Herbst starb ein Mensch in der Düsseldorfer Uniklinik, weil Hacker deren Server unter ihre Kontrolle gebracht hatten und die erkrankte Frau nicht rechtzeitig behandelt werden konnte. Seither häufen sich die Fälle von Angriffen auf die ganz Großen wie Microsoft, Facebook und SAP, aber auch und vor allem auf Tausende von kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Die Motive der Hacker sind unterschiedlich - Firmenwissen, Patente und Kundendaten sind mögliche Ziele. Meistens aber geht es um Erpressung von Lösegeld durch Verschlüsselung der Daten auf dem Unternehmensserver und – doppelt schlimm – mit der Drohung, diese zu veröffentlichen.

Es gibt einzelne Erfolge gegen diese ausufernde Kriminalität, so wie vor kurzem das BKA in jahrelanger, extrem anspruchsvoller Kooperation mit den ukrainischen Behörden die Zentrale der Gangster ausgehoben hat, die „Emotet“ verbreitet hatten, die wohl gefährlichste Ransomware der jüngeren Zeit.

Jüngst wurde das irische Gesundheitssystem angegriffen und große Teile der Systeme verschlüsselt. Die Regierung weigerte sich, Lösegeld zu bezahlen und versucht, die Schäden zu reparieren. Die britische Regierung geht noch einen Schritt weiter und überlegt ein gesetzliches Verbot für Lösegeldzahlungen bei vergleichbaren Angriffen, um das „Geschäftsmodell“ auszutrocknen. Die Schäden gehen schon jetzt Richtung 100 Mrd. $.

Derweil setzen sich die Angriffe auch und gerade auf deutsche Unternehmen fort. Die AGEV möchte einen kleinen Teil dazu beitragen, für das Thema zu sensibilisieren und bei der Abwehr von Ransomware zu helfen. Dazu stellen wir eine neue Sicherheitssoftware vor, deren Ziel es ist, Schadsoftware schon unschädlich machen zu können, bevor die großen Virenprogramme sie erkennen können, sogenannte „Zero-Day“-Angriffe. Bei Emotet beispielsweise hätte das nach Aussagen des Anbieters funktioniert. Wir wollen den AGEV-Mitgliedern diese Software für Anwender von Windows-Software im Rahmen eines virtuellen Unternehmertreffs am 15. Juni vorstellen, die Einladung mt allen Details folgt in Kürze. Anbieter ist ein israelisches Unternehmen, das, mit EU-Geldern gefördert, dazu beitragen möchte, einer bedrohlichen Cyber-Pandemie vorzubeugen.

Der AGEV ist es bisher gelungen, viele wichtige Themen zu identifizieren, bevor sie Mainstream wurden, schon 2006 angefangen mit der „grünen IT“, und sie hat meist Recht behalten. Diesmal lägen wir mit unseren Warnungen gern falsch, wünscht sich 

Ihr

Franz J. Grömping

PS: In meinem letzten Newsletter beschrieb ich den ökologischen Wahnsinn der Krypto-Währungen. Drei Tage später tweetete Elon Musk das Gleiche, und der Bitcoin verlor Hunderte Milliarden Dollar an Wert...

 

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informativ

Unternehmertreff

„Was tun gegen Ransomware?“

am 15.06.2021 um 16:00 Uhr per Online-Meeting.

Der Bericht folgt in Kürze.

 


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

SAVE THE DATE!

Die 15. Mitgliederversammlung der Arbeitgebervereinigung für Unternehmen aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e.V. (AGEV) findet am Freitag, dem 27. August 2021, in Bonn statt.

 

 


Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


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