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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V

DienstAGEV - Archiv der Editorials

DienstAGEV 12. Kalenderwoche 2017


Liebe Leserin,
lieber Leser,
 
es gibt kaum Spannenderes als eine Partydiskussion über den Sinn und Unsinn von Elektroautos. Gleichzeitig sind sie das vielleicht bedeutendste Produkt für die erfolgreiche Umgestaltung der so extrem vom Auto abhängigen deutschen Wirtschaft.
 
An dieser Stelle kann ich nur ein paar zusätzliche Schlaglichter werfen, um die Diskussion weiter zu verkomplizieren. In einem großen Praxistest mit mehreren Millionen Kilometern Fahrstrecke haben Tesla-Autos laut Wirtschaftswoche 131 g CO2 ausgestoßen, legt man den durchschnittlichen deutschen Strommix mit 30 % Anteil erneuerbarer Energien zugrunde. Das entspricht ungefähr der Hälfte eines herkömmlichen Luxusklasseautos, aber immer noch mehr als den Praxiswerten einen für viele Transportzwecke völlig ausreichenden Kleinwagens, insbesondere wenn der mit Erdgas unterwegs ist. Hier stellt sich wieder einmal die Frage, warum sich der am wenigsten umweltschädliche Treibstoff in Deutschland so schwertut – Stoff genug für eine eigene Betrachtung im AGEV magazin.
 
Die Produktion von Elektroautos ist nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen deutlich umweltschädlicher als die von Verbrennern; auch der dabei anfallende Ausstoß von Klimagasen ist signifikant höher. Sollte der Akku nicht ein Autoleben halten, wird die Bilanz gänzlich ungünstig für das e-Mobil.
 
Andererseits kommt die Wirtschaftswoche beim Vollkostenvergleich mit Verbrennern zu dem Ergebnis, dass Autos mit Elektroantrieb in Summe bereits jetzt weniger umweltschädlich und sogar preiswerter sind und macht das an einem hausinternen Nissan-Vergleich und einem Duell Tesla gegen 5er-BMW fest.
 
Sollte sich allerdings das von einigen Politikern geforderte Verbot von fossilen Antrieben nach 2030 durchsetzen, bräuchte man Solaranlagen in der Größe des Saarlandes, um sauberen Strom dafür zu produzieren. Nicht vorzustellen zudem, was passiert, wenn jeder zweite Deutsche abends um Sechs nach getaner Arbeit sein Auto laden will. Selbst wenn die Stromnetze das verkrafteten und der Vorgang nur zwanzig Minuten dauern sollte, erhielte er dann viel Muße, an Tankstellen neue Kontakte zu knüpfen, statt die Zeit unnütz vor dem Fernseher zu verbringen.
 
Herzliche Grüße
 
Ihr
Franz J. Grömping

 

 


 

DienstAGEV 10. Kalenderwoche 2017

Liebe Leserin,
lieber Leser,

über die vielen unterschiedlichen Fastenversuche nach Karneval ist mehr als genug geschrieben worden. Ergebnisse einer aktuellen Studie, über die das Wissenschaftsmagazin "Spektrum" berichtete, haben mich allerdings dazu verleitet, auch noch Facebook-Fasten ins Spiel zu bringen.

Natürlich gibt es bereits zahllose Untersuchungen zu den Auswirkungen der Facebook-Nutzung, doch die Ergebnisse des Dänen Morten Tromholt sollen belegen, dass Facebookverzicht glücklicher macht.
Er legte vor allem Wert auf Versuchsbedingungen, die seine Ergebnisse untermauerten und mehr als Kausalzusammenhänge boten. Nach seinen Experimenten, die immer auch Vergleichsgruppen mit nicht-fastenden Facebookern enthielten, konnte er eine "höhere Lebenszufriedenheit" und "häufigere positive Gefühlszustände" feststellen. Der Effekt stellte sich besonders bei Intensivnutzern, aber auch bei Anwendern, die neidisch auf Facebookuser mit vielen Kontakten waren, heraus.

Es ist sicher noch nicht ausgemacht, dass das der Weisheit letzter Schluss ist, aber zumindest der Autor dieser Zeilen hat beim Facebook-Dauerfasten die gleiche positive Entwicklung durchgemacht.

Also, liebe Leser, versuchen Sie es auch, es verursacht im Gegensatz zu anderen Fastenversuchen keinen Hunger und keinen Muskelkater und schenkt noch freie Zeit.

Ihr

Franz J. Grömping

 


 

DienstAGEV 08. Kalenderwoche 2017

Liebe Leserin,
lieber Leser,

am Samstagabend zog der Schiedsrichter der Bundesligapartie Berlin gegen München den Zorn der Fußballfans auf sich, als er fast sieben Minuten nachspielen ließ, gerade so lange, dass die Bayern noch den Ausgleich erzielen konnten. Zorn und Spott in den "Sozialen" Medien ließen nicht lange auf sich warten.

Auch zwei Freunde und ein Sportkamerad von mir ließen es sich nicht nehmen, sich daran zu beteiligen. Da ich generell keine öffentlichen Beiträge mehr in "Sozialen" Medien poste, informierte ich sie als weitgehend neutraler Beobachter der Liga (mit leichtem Freiburg-Bias) in persönlichen Nachrichten, dass laut ZDF aufgrund der Spielunterbrechungen auch 10 Minuten Nachspielzeit gerechtfertigt gewesen wären. Man hätte sich insofern allenfalls beschweren dürfen, dass das Spiel zu früh abgepfiffen wurde. Die Drei sind gesellige Menschen und um keine Antwort verlegen, doch daraufhin kam nichts mehr.

Dieses harmlose Beispiel zeigt wunderbar auf, welche Folgen Internetposts und -diskussionen haben können. "Offensichtlich" waren die "Dusel-Bayern" wieder einmal bevorzugt worden, und Vorurteile und Antipathien feierten fröhliche Urständ. 

Viele Aussagen werden getätigt, ohne vorher darüber nachgedacht oder sie in Frage gestellt zu haben. Es ist ja auch so einfach, den ersten Gedanken sofort und anonym in alle Welt hinausposaunen zu können. Vor 20 Jahren hat man über die Qualität von Leserbriefen in Zeitungen gelästert, doch war immerhin noch der Kauf der Zeitung, das mühevolle Schreiben und Kuvertieren des Briefes und der Gang zum Briefkasten auf sich zu nehmen. Heute ist es nur ein Klick nach dem voreiligen und orthographiefeindlichen Smartphone-Hack.

Das Ganze geht einher mit der durch Studien nachgewiesenen intellektuellen Verkümmerung bei häufiger Lektüre sinnfrei verkürzter Artikel, effektheischender Bilder und Slogans. Mehr als zwei Argumente gegeneinander abzuwägen, zu "erörtern", wie wir es mit 15 gelernt haben, ist zu anstrengend und würde vor allem vom "sozialen" Gegenüber nicht honoriert. Denn dann müsste der ja auch nachdenken. Da klickt er doch lieber weg. Übertragen auf die politische Bühne kann man sich die fatalen Auswirkungen von undifferenzierten Kurzbotschaften, plakativen Behauptungen bis hin zu Fake-News ausmalen.

Ich freue mich auf Ihre Meinung dazu und wünsche Ihnen eine nachdenkliche Woche.

Ihr

Franz J. Grömping

 


 

DienstAGEV 06. Kalenderwoche 2017

Liebe Leserin,
lieber Leser,

ein Zeitungsartikel am Wochenende über die weit verbreiteten Augenkrankheiten in Deutschland, die oft zu spät erkannt werden und dann schlecht zu behandeln sind, gemahnte mich, nach vielen Jahren einen Termin beim Augenarzt zu vereinbaren, um den Augeninnendruck messen zu lassen. In dem Artikel wurde das Menschen ab 40 regelmäßig zugeraten, und die habe ich seit Jahren überschritten.

Immerhin habe ich jahrelang die hervorragende Diagnostik meines Optikers in Anspruch genommen, um die Fehlleistungen meiner Augen zu messen. Hier tut sich ebenfalls ein gigantischer Bedarf auf, der diesen Berufsweg auf Jahrzehnte hinaus trotz Digitalisierung sicher erscheinen lässt. Denn die Menschen als Augentiere leiden an dramatisch zunehmender Smartphone-Erblindung.

Insbesondere die Kurzsichtigkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat extrem zugenommen. Besonders gut lässt sich das Phänomen in Asien beobachten, wo Kinder nicht nur früher als bei uns beginnen, mit dem Smartphone zu „arbeiten“, sondern auch länger davor sitzen und sich weniger draußen aufhalten. In Taiwan sind 84 % der Kinder kurzsichtig, in der Volksrepublik China tragen 90 % der Studenten eine Brille.

Der Aufenthalt an der frischen Luft ist von großer Bedeutung für die Regeneration der Augen. Schon eine Stunde pro Tag führte bei validen Studien in China zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome. Und nur diese Art der Vorbeugung hilft gegen Kurzsichtigkeit, Heilung gibt es nicht.

Lassen Sie uns die Erkenntnisse positiv umdeuten: Wir sollten weiter ein gutes Gewissen haben, wenn wir unsere Kinder bei Wind und Wetter vor die Tür schicken! Wir sollten froh sein, dass unsere Kinder nur halb so fleißig sind wie asiatische, wie es ein Augenmediziner salopp formulierte. Und nicht zuletzt haben wir dank dieser Erkenntnisse mit dem Optiker zumindest ein Berufsbild ausgemacht, dem vor der digitalen Zukunft nicht angst und bange sein muss.

Nicht nur für diese Woche wünsche ich Ihnen klaren Durchblick!

Ihr

Franz J. Grömping


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Aktuelles

Solidaritätszuschlag soll weg

Obwohl die Deutschen mehrheitlich gegen Steuersenkungen sind, solange die öffentlichen Haushalte so desaströs verschuldet sind, befürworten sie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

62 % sind für die Abschaffung, 16 % dagegen. Die Motive für diese Meinung sind sicher sehr unterschiedlich und hängen vom Wissenstand um die Funktion des Soli ab.

Die AGEV jedenfalls fordert die Abschaffung dieses Zuschlags als einen einfachen und unbürokratischen Einstieg in ein transparenteres Steuerrecht. Ob das in einem Schlag gelingt oder stufenweise angegangen wird, ist eher zweitrangig. Da die Länder bei dieser Steuer nicht mitreden dürfen, sollte der Schritt gelingen.


aktuell

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AGEV-Engagement politisch

Die AGEV in unterschiedlichen - für unsere Mitglieder und gesamtgesellschaftlich - relevanten Themenfeldern politisch engagiert. Einzelheiten zu unseren Aktivitäten finden Sie unter Empfehlungen.

Die AGEV ist beim Deutschen Bundestag und als offizielle Interessenvertretung bei den EU-Institutionen akkreditiert. Unsere Ziele: Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie die Schwerpunkte Umweltschutz, Steuergerechtigkeit und Nachhaltigkeit.


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