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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - Archiv der Editorials

DienstAGEV - 50. Kalenderwoche 2019

Liebe Leserin,
lieber Leser,

Bier ist in Deutschland mit einem Konsum von 102 Litern pro Kehle und Jahr zwar auf den vierten Platz der beliebtesten Getränke zurückgefallen, erlebt aber seit einigen Jahren eine Neubewertung seines Images durch die Craftbier-Bewegung und einen Trend zu Klasse statt Masse. Mit weitem Abstand die Nr. 1 ist Bier zudem bei der Mehrwegquote: 82 % der Flaschen werden wiederbefüllt.

Um ihrem Bier eine zusätzliche individuelle Note zu verpassen, sind immer mehr Brauereien dazu übergegangen, eigene Flaschen zu kreieren, die dann – bei bundesweiter Vermarktung - quer durch die Republik gekarrt werden müssen, um wiederverwendet werden zu können. Das kann nicht sinnvoll sein, sodass man auf die Idee kommen könnte, der Gesetzgeber griffe ein und würde die Nutzung der Normflasche fördern oder individuelle Designs erschweren.

Stattdessen denkt die Bürokratie des Finanzministeriums genau andersherum: Standardflaschen seien einem geplanten Erlass zufolge nicht dem Inventar einer Brauerei zuzurechnen, da sie ja auch von einer anderen verwendet werden können. Insofern müssten die Brauereien ihre Rückstellungen dafür einmalig auflösen. Folge: mehrere Millionen Verlust für die Brauereien, die zudem einen weiteren Anreiz erhalten, auch auf eigene Flaschenkreationen umzustellen mit den beschriebenen negativen Folgen für Transportlogistik und Umwelt.

Hintergrund des Erlasses ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs 2013, das sich damals auf die Mineralwasserbranche bezog und jetzt die Bierbranche, aber vor allem unser Pfandsystem mit voller Wucht trifft. Die damaligen Richter hatten offenbar nicht weit genug gedacht. Aus Unternehmersicht sich wieder einmal wundernd, warum man nicht vorher mal jemanden fragt, der sich auskennt, ärgert sich

Ihr

Franz J. Grömping

PS: Für die bevorstehenden Feiertage wünsche ich Ihnen diverse Anlässe, um das oben theoretisch beschriebene Problem praktisch zu hinterfragen und dabei noch die Mehrwegquote zu verbessern. Allen Leserinnen und Lesern ein harmonisches Jahresende und einen guten Start ins neue Jahrzehnt!


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informativ

Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht und IT-Recht, antwortet regelmäßig auf Fragestellungen rund um das Thema DSGVO und berichtet über aktuelle Entwicklungen.

Aktuell:

  • Die deutsche Datenschutzkonferenz (DSK) will Apps prüfen, die das Software-Development Kit (SDK) von Facebook nutzen.
  • Recht auf Vergessenwerden: Aus Art. 17 Abs. 1 DSGVO folgt Anspruch auf Unterlassung der Verarbeitung personenbezogener Daten für die Zukunft.
  • Leitlinien zur Datenübertragung im Rahmen von Asset Deals veröffentlicht.

weitere Informationen:  Alle Neuigkeiten zur DSGVO


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Berichte vergangener Veranstaltungen

Bitcoins und das Klima

23 Mio. t CO2

wurden im Jahr 2018 weltweit für die Produktion von Bitcoins die Luft geblasen, ungefähr so viel wie das Land Sri Lanka insgesamt emittiert hat.

Wird durch die Nutzung von Bitcoins auf der anderen Seite auch soviel CO2 wieder eingespart? Eine spannende Frage, die zumindest zz. noch mit einem klaren Nein beantwortet werden muss.

Quelle: Fachzeitschrift "Joule"


Altersvorsorgepflicht

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD sieht die Einführung einer Altersvorsorge-pflicht für Selbstständige vor, die nicht bereits pflichtversichert sind. Über die Bundesarbeits-gemeinschaft Selbstständigen-verbände (BAGSV) nimmt die AGEV an der Diskussion teil. 24 Berufs-/ Selbstständigenverbände und -initiativen tragen das Positionspapier mit.


Längst berichtet

Die AGEV hat schon vor Jahren auf die nächste globale Umweltkatastrophe aufmerksam gemacht. Die Redaktion "Mittelstandsperspektiven" berichtet am 20.2. über die deutsche Facette der Entwicklung.

Sand entwickelt sich zur Mangelware

Obwohl Deutschland von Natur aus viel Sand hat, entwickelt sich der Rohstoff langsam zur Mangelware. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe warnte bereits, dass es bei bestimmten Sandsorten schon jetzt Lieferengpässe gibt. Hintergrund des Sandmangels ist, dass kaum neue Abbaugruben entstehen dürfen, da die Sandvorkommen zumeist in Naturschutzgebieten liegen oder sich Anwohner gegen solche Projekte wehren. Laut des Unternehmerverbands Mineralische Baustoffe verbraucht jeder Deutsche rein rechnerisch ein Kilo Gestein pro Stunde.


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