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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V.

DienstAGEV - Archiv der Editorials

DienstAGEV  -  27. Kalenderwoche 2022

„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen – abgesehen von allen anderen.“ Winston Churchill

Liebe Leserin,
lieber Leser,

die Feuerwehr genießt zu Recht seit langer Zeit das beste Ansehen aller Berufsgruppen in der Bevölkerung. Sie hilft in der Not, wenn das Haus in Brand steht oder das Kind in den Brunnen gefallen ist, und erntet dafür umgehend die Anerkennung der in Not Geratenen und der Gesellschaft insgesamt.

Vor fast genau 20 Jahren, im August 2002, stapfte der Kanzlerkandidat der SPD, Gerhard Schröder, in seinen neuen Gummistiefeln durch das Elbehochwasser und zeigte Tatkraft und Betroffenheit. Im Rennen um das Kanzleramt lag er gegen Edmund Stoiber scheinbar aussichtslos zurück, doch mit diesem „Feuerwehreinsatz“ und seinem von der Bevölkerung unterstützten „Nein“ zum völkerrechtswidrigen Irakkrieg Amerikas überholte er ihn auf den letzten Metern. Der Rest ist Geschichte.

Ich nenne es das Feuerwehrsyndrom in der Politik oder auch die Feuerwehrdemokratie, die hier Schröder in den Sessel hob und Stoiber verhinderte, der bei einem Erfolg seinerseits vermutlich Merkel verhindert hätte usw. usw.

Das Problem der Demokratie ist die Überbewertung der Taktik gegenüber der Strategie oder des kurzfristigen Problems gegenüber der langfristigen Bedrohung. Politiker, die aktionistisch handeln, belohnen sich mehrfach: Sie werden für ihren Feuerwehreinsatz gelobt, werden deswegen wiedergewählt und können sich dann als Feuerwehrmann/-frau in der nächsten Legislaturperiode bei der Lösung des Problems beweisen, das sie vorher aufgeschoben haben. Würden sie jedoch mit strategischer Klugheit und frühzeitigem Handeln die großen Probleme wie Klimawandel, Energiewende und Demographie eingrenzen, müssten sie „Blut, Schweiß und Tränen“ (Churchill) wie CO2-Steuer, Tempolimit und höheres Renteneintrittsalter einführen, würden nicht wiedergewählt werden, und die Wähler würden nicht einmal merken, wie sinnvoll ihre Taten waren, weil der Schaden ja gar nicht oder nur abgemil dert eingetreten ist.

Also – Feuerwehrspielen ist verlockend, die Kinder haben wieder einmal recht, aber in der Politik muss es die Ausnahme bleiben.

Ich bin nicht zufällig so staatstragend geworden, denn dieser Newsletter erscheint heute zum letzten Mal. Wir gehen jetzt in eine kurze Sommerpause, und ab August erscheint er im Rahmen der neuen AGEV-Kommunikationsstrategie in völlig neuem Gewand. Ich danke Ihnen herzlich für Ihr z. T. jahrzehntelanges Interesse und Ihre überaus positiven und konstruktiven Rückmeldungen! Es war mir eine Freude und -

bleiben Sie uns gewogen!

Ihr

Franz J. Grömping

 


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informativ

Die AGEV gratuliert zu:

"5 Jahre BAGSV": „Die Politik kommt nicht mehr an uns vorbei“

Am 13. Februar 2017 wurde die BAGSV von Andreas Lutz (VGSD) und Victoria Ringleb (AGD) mit dem Ziel gegründet, die Interessen Selbstständiger zu bündeln und kraftvoll zu vertreten. Von der ersten Stunde an war die AGEV mit dabei.

Jetzt, fünf Jahre später, haben es die verantwortlichen Politiker mit einem Zusammenschluss aus über 100.000 Mitgliedern, von denen ein erheblicher Teil zur AGEV gehört, zu tun, den sie nicht mehr ignorieren können, mit dem sie sich an den Tisch setzen müssen. Wie die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsverbänden funktioniert, was die konkreten Ziele der BAGSV sind und welche Rolle die frühere Arbeitsministerin Andrea Nahles bei all dem spielte – das verraten die BAGSV-Sprecher Andreas Lutz und Marcus Pohl im Interview mit VGSD-Redakteurin Nadine Luck.


Nächste VeranstaltungenMomentan sind keine Veranstaltungen geplant.

Berichte vergangener Veranstaltungen

AGEV-Mitgliederversammlung

Die 15. Mitgliederversammlung der Arbeitgebervereinigung für Unternehmen aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e.V. (AGEV) fand am Freitag, dem 27. August 2021, in Bonn statt.

 

 


Die gute Nachricht

Kaliforniens 8. Mai

Wäre Kalifornien ein eigener Staat, wäre es die fünftgrößte Wirtschaftsmacht der Welt - direkt hinter Deutschland. Der 8. Mai 2022 war der erste Tag, an dem der US-Bundesstaat mehr als 100 % seiner Energieversorgung aus grünen Energien hergestellt hat.

Hut ab - auch wenn es dort noch Probleme mit der Versorgung rund um die Uhr gibt, weil zu sehr auf Solarenergie gesetzt wird. Aber die Kalifornier zeigen wieder einmal, dass es gehen kann.

 


Das Allerletzte

Scheuer II

Bundesverkehrsminister Wissing lehnt bekanntlich ein Tempolimit ab – in einem kürzlich veröffentlichten Interview jedoch nicht mit dem unter Liberalen akzeptierten Freiheitsargument, sondern mit der skurrilen Behauptung, dass es zu wenig Verkehrsschilder gebe.

Jetzt hatten wir gerade gehofft, dass die Scheuer-Zeiten vorbei seien, da setzt Wissing noch eins drauf, denn natürlich ist genau das Gegenteil der Fall. Die meisten Schilder könnten wegfallen.

Kurz vorher hatte er dazu aufgerufen, in den sozialen Netzwerken keine Essensfotos mehr zu teilen, weil dies Energie verbrauche. Sein eigener Instagram-Account war jedoch voll mit Pizza- und Waffelfotos, wie die schadenfrohe Internet-Community berichtete. 

Schlimmer geht offenbar immer.


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