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Arbeitgebervereinigung für Unternehmen
aus dem Bereich EDV und Kommunikationstechnologie e. V

Das Selbstverständnis der AGEV

Präambel

Mittelstand

Kleine und mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sie stellen 79,4 Prozent aller Arbeitsplätze und 81,9 Prozent aller Ausbildungsplätze. Diese Unternehmen sind einem immer stärkeren Wettbewerb ausgesetzt. Statt entlastet zu werden, müssen sie aber den mit Abstand größten Anteil an staatlichen Abgaben und Lasten stemmen. Eine mittelstandsfreundliche Politik, die diesen Namen wirklich verdient, ist in Deutschland nach wie vor nicht vorhanden. Wenn wir auch in Zukunft unseren Wohlstand und unsere sozialen Systeme erhalten wollen, ist ein Umdenken nötig. Der Staat muss seine Regelungswut auf ein vernünftiges Maß hinunterfahren und wieder diejenigen fördern, die bereit sind, durch ihre persönliche Leistung der Gemeinschaft zu dienen.


Wissensgesellschaft

Wir leben im Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Dieser grundlegende Strukturwandel bewirkt neue Risiken und Chancen. Das wesentliche Kennzeichen der Veränderung ist, dass prinzipiell jeder am Wissensvorrat einer Gesellschaft partizipieren und mitwirken kann. Das Internet revolutioniert die Art und Weise, wie wir an Wissen gelangen, wie Wissen präsentiert wird und wie wir Wissen aufnehmen. Konzepte wie lebenslanges Lernen und technologische Kompetenz werden somit zu den Schlüsselqualifikationen der Zukunft. In der Wissensgesellschaft hat der Einzelne mehr Möglichkeiten, eigenverantwortlich am wirtschaftlichen Prozess teilzunehmen. Unsere herkömmlichen staatlichen und gesellschaftlichen Systeme stammen jedoch aus der Zeit der Industriegesellschaft und sind auf lohnabhängige Arbeitsverhältnisse fokussiert. Um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, muss die Politik zur Kenntnis nehmen, dass Erwerbsbiografien nicht mehr so schematisch ablaufen wie früher. Die Förderung der Selbstständigkeit muss endlich zu einem zentralen Thema der Politik werden.

 
Profil

Die AGEV vertritt als Berufsverband die wirtschaftlichen Interessen von Selbstständigen sämtlicher Branchen, insbesondere jedoch derjenigen, die ihren Tätigkeitsschwerpunkt in der Informationsverarbeitung oder Kommunikationstechnologie angesiedelt haben.


Mitglieder

Die Mitglieder der AGEV sind vor allem Einzelunternehmen, kleine und mittelständische Unternehmen oder Freiberufler. Derzeit hat die AGEV 76.000 Mitglieder.


Ziel

Das Ziel der AGEV ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen in Bezug auf ihre Informations- und Kommunikationstechnologie.


Leistungen für die Mitglieder

  1. Interessenvertretung im politischen Bereich
    Die AGEV ist beim Deutschen Bundestag und beim Europäischen Parlament akkreditiert und mischt sich immer dann ein, wenn es um Fragen wie Standort- und Mittelstandspolitik, Fragen des Verbraucher- und Datenschutzes, Unternehmens-steuern, nachhaltiges Wirtschaften, Informationsfreiheit, Urheberrecht oder Bürokratieabbau geht.
  2. Know-how-Transfer und Förderung des Dialogs unter den Mitgliedern und mit der Öffentlichkeit
    Unser Verband veranstaltet regelmäßig Arbeitskreise, Einzelprojekte und Unternehmertreffs zu aktuellen Themen. In diesen praxisnahen Veranstaltungen diskutieren ausgewiesene Experten mit den Mitgliedsunternehmen zu wichtigen Fragen der Unternehmenspraxis. Die Ergebnisse kommuniziert die AGEV regelmäßig über die Medien mit der breiten Öffentlichkeit und sorgt dafür, dass die Interessen der Mitglieder Gehör finden.
  3. Service
    Über die Hauszeitschrift „AGEVmagazin“ informiert die AGEV ihre Mitglieder und über die Homepage www.agev.de zusätzlich die Öffentlichkeit über aktuelle Projekte und Vorhaben. Die jeweils aktuellen Nachrichten der Homepage werden wöchentlich per Newsletter "DienstAGEV" an Interessenten versandt. Im Mitgliederbereich finden sich zusätzlich Tipps, Entscheidungshilfen und besondere Angebote von renommierten Unternehmen für AGEV-Mitglieder.

    Die Geschäftsstelle der AGEV steht ihren Mitgliedern telefonisch und persönlich zu Fragen der Informations- und Kommunikationstechnologie und rund um die tägliche Unternehmerpraxis zur Verfügung.


Forderungen

Wir setzen uns für eine mittelstandsfreundliche Politik für alle Selbstständigen, insbesondere aus dem IT- und TK-Bereich ein. Wir fordern deshalb:

  • Gezielte Förderung des freien Unternehmertums in sämtlichen gesellschaftlichen Bereichen
  • Faire Wettbewerbsbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen (Wettbewerbsrecht, Handelsrecht, Patentrecht, Urheberrecht etc.)
  • Einführung eines mittelstandsfreundlichen Steuersystems
  • Stabilisierung bzw. Reduzierung der Lohnnebenkosten und sonstigen Abgaben für Unternehmen
  • Abbau von bürokratischen Hürden, die die Entfaltung des freien Unternehmertum behindern
  • Bessere Finanzierungsmöglichkeiten insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen
  • Förderung von Risiko- und Altersvorsorgesystemen zur Absicherung von Unternehmern und Arbeitnehmern und deren Familien
  • Förderung von Ausbildung und Innovation auf allen Ebenen der Gesellschaft
  • Sicherung von Datenschutz und Informationsfreiheit insbesondere in Hinblick auf neue, internetbasierte Technologien
  • Förderung von Konzepten zur effizienteren Energienutzung und Einsatz für ein nachhaltiges Energiekonzept


Unabhängigkeit

Die AGEV ist politisch und wirtschaftlich unabhängig und ausschließlich dem Nutzen ihrer Mitglieder verpflichtet.

 

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Aktuelles

Solidaritätszuschlag soll weg

Obwohl die Deutschen mehrheitlich gegen Steuersenkungen sind, solange die öffentlichen Haushalte so desaströs verschuldet sind, befürworten sie die Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

62 % sind für die Abschaffung, 16 % dagegen. Die Motive für diese Meinung sind sicher sehr unterschiedlich und hängen vom Wissenstand um die Funktion des Soli ab.

Die AGEV jedenfalls fordert die Abschaffung dieses Zuschlags als einen einfachen und unbürokratischen Einstieg in ein transparenteres Steuerrecht. Ob das in einem Schlag gelingt oder stufenweise angegangen wird, ist eher zweitrangig. Da die Länder bei dieser Steuer nicht mitreden dürfen, sollte der Schritt gelingen.


aktuell

politisch

AGEV-Engagement politisch

Die AGEV in unterschiedlichen - für unsere Mitglieder und gesamtgesellschaftlich - relevanten Themenfeldern politisch engagiert. Einzelheiten zu unseren Aktivitäten finden Sie unter Empfehlungen.

Die AGEV ist beim Deutschen Bundestag und als offizielle Interessenvertretung bei den EU-Institutionen akkreditiert. Unsere Ziele: Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie die Schwerpunkte Umweltschutz, Steuergerechtigkeit und Nachhaltigkeit.


persönlich

AGEV-Team

Lernen Sie die AGEV und unser Team näher kennen!

Wir kümmern uns um Ihre Anliegen. Bei Fragen zu Ihrer Mitgliedschaft helfen wir Ihnen gerne weiter.

Auch wenn Sie inhaltliche Fragen zu unseren Aktivitäten oder zu eigenen Anliegen haben, finden Sie bei uns einen Ansprechpartner.

Ihre Ansprechpartner

Der Vorstand

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Prozent des EU-Durchschnitts erreichte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf im Jahr 2016 in Luxemburg, ausgedrückt in Kaufkraftstandards. Das zeigen Berechnungen der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Danach folgten Österreich und Deutschland mit 126 bzw. 123 Prozent. Das niedrigste BIP pro Kopf hatten Kroatien und Bulgarien mit gerade einmal 59 bzw. 48 Prozent des EU-Durchschnitts.  

 

 


Steuerlast

Alle reden immer von Steuersenkung, in Wahrheit aber passiert seit Jahren das Gegenteil: Laut einer Statistik des Bundesfinanzministeriums zahlen inzwischen fast 3,9 Millionen Bürger den Spitzensteuersatz. Insgesamt hat sich die Zahl der Steuerpflichtigen, die mit 42 Prozent besteuert werden, damit seit 2004 verdoppelt.

Quelle: Handelsblatt, 11.5.2017

Interessanterweise wird bei diesen Aussagen der Solidaritätszuschlag immer weggelassen, obwohl dieser sich seit 25 Jahren breit gemacht hat und immer mit bezahlt werden muss. Rechnet man ihn hinzu, ist der Grenzsteuersatz ab einem Bruttoeinkommen von 54.000 € bereits bei 44,3 %, mit Kirchensteuer gar bei 48 %!


Maschinensteuer

"Eine Roboter- oder Maschinensteuer ist nicht zielführend. Sie kann dazu führen, dass Unternehmen darauf verzichten, innovative Technologien einzusetzen. Es ist wenig sinnvoll, Innovationen in Ketten zu legen. Besser ist es, die Gewinne der Unternehmen zu besteuern, egal ob sie durch Menschen oder Maschinen erwirtschaftet wurden."

Bundeswirtschaftministerin Brigitte Zypries
Welt am Sonntag, 2.4.2017