Digitalisierung der Schulen: Klarheit gefordert
In einem Jahr, am 16. Mai 2024, läuft der Digitalpakt Schule aus. Wie es mit dem Förderprogramm weitergeht ist unklar. Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom appelliert an Bund und Länder, den Schulen Planungssicherheit zu geben.

„In genau einem Jahr läuft der Digitalpakt Schule aus. Durch ihn stellt der Bund den Ländern mehr als fünf Milliarden Euro zur Verfügung, um die Digitalisierung der Schulen voranzubringen. Die Frage der Anschlussfinanzierung und Ausgestaltung eines Nachfolgemodells in Form des Digitalpakt 2.0 ist allerdings bis heute ungeklärt. In ihrem Koalitionsvertrag hat sich die Ampel-Regierung verpflichtet einen Digitalpakt 2.0 auf den Weg zu bringen – hier sind bislang aber kaum Fortschritte erkennbar. Schulträger und Schulen brauchen bei der Finanzierung langfristige Planungssicherheit, sonst droht bei der Digitalisierung von Deutschlands Schulen erneut Stillstand“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Ob technische Ausstattung, digitale Lehr- und Lernmaterialien, Stärkung von Digitalkompetenzen der Lehrkräfte oder unterstützende IT-Administration: Deutschlands Schulen würden Ländern wie Dänemark 20 Jahre hinterherhinken, so Berg. Der angekündigte Digitalpakt 2.0 müsse deshalb dringend formuliert und verabschiedet werden. Außerdem müssten bürokratische Hürden bei der Mittelvergabe abgebaut werden.
Im Rahmen des Digitalpakt Schule sind bis Ende 2022 weniger als eine Milliarde Euro der verfügbaren fünf Milliarden Euro abgeflossen – über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren. Nur durch bundesweit abgestimmte Mindeststandards und ein vereinfachtes Antragsverfahren für Fördermittel könne die zügige Digitalisierung von Deutschlands Klassenzimmern gelingen, konstatiert Berg.
Quelle: Bitkom
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