Apple will Abschaffung des Digitalgesetzes DMA der EU

Der Digital Markets Act zwingt Apple unter anderem, iPhone und iPad zu öffnen. Die Regulation will Apple nicht länger hinnehmen und fordert erstmals die vollständige Abschaffung des DMA, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber der EU-Kommission.
Dass Apple ein Problem mit dem Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union hat, mit dem Technikkonzerne bis ins Detail reguliert werden sollen, ist weitläufig bekannt. Zuletzt hatte sich Greg Joswiak, weltweiter Marketingboss des iPhone-Konzerns, äußerst kritisch geäußert: Das Hineinregieren in Apples Produkte will der Konzern nicht länger hinnehmen, die EU nehme den Produkten „die Magie“. Nun fordert Apple erstmals gar die vollständige Abschaffung des DMA, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber der EU-Kommission, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Der DMA fördere nicht den Wettbewerb, sondern „nur neue Schwachstellen“.
Angeblich „fatale Folgen“ durch den DMA
In einer Stellungnahme des iPhone-Konzerns an die EU-Kommission im Zuge des „DMA-Review“, mit dem das Regulierungsverfahren überprüft werden soll, heißt es, das EU-weit geltende Gesetz habe „fatale Folgen“ und müsse aufgehoben werden. „Die Europäische Kommission hat den DMA dazu genutzt, um eine kompliziertere, weniger vertrauenswürdige Praxis zu schaffen, die unseren Nutzern völlig neue Gefahren bringt“, schreibt das Unternehmen in der 25 Seiten langen Stellungnahme.
Die Kommission habe „Betrügern und Malware Tür und Tor geöffnet“ und durch die erzwungene Öffnung für alternative App-Marketplaces und andere neue Vertriebswege „neue Kategorien von Apps auf das iPhone gebracht – wie Pornografie oder Glücksspiel –, die Apple nie zugelassen hat
Quelle: heise.de
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