„Soziale Medien führen Gesellschaft ,in den Abgrund‘“

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Mit eindringlichen Worten fordert Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ein Social-Media-Verbot für junge Menschen. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, ohne einzugreifen, führt das unsere Gesellschaft in den Abgrund“, zitiert ihn das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert ein Social-Media-Verbot für junge Menschen. Auch an Erwachsenen gehe eine intensive Nutzung sozialer Medien „nicht spurlos vorbei“. Teilhabe sei zwar wichtig, sagte Günther. „Aber welche Kinder wollen Teilhabe an Gewaltvideos, Enthauptungen, Stigmatisierungen und verzerrten Schönheitsbildern, die sie in Depressionen treiben?“, fragte er.

„Wir haben in den vergangenen Jahren eine schwere Sünde begangen, weil wir das zu spät erkannt und nichts getan haben.“ Bei jüngeren Menschen habe man „erhebliche Schäden mitzuverantworten, weil wir unserer Schutzfunktion als Staat nicht nachgekommen sind.“

Keine Kompromisse: Günther setzt bei Verbot auch auf Söder

Ein Verbot müsse daher schnell umgesetzt werden, forderte Günther. CDU und SPD hätten sich ähnlich positioniert, eine Mehrheit in Bundesregierung und Bundestag sei absehbar. „Jeder Monat, den wir warten, schadet Kindern und Jugendlichen“, sagte der CDU-Politiker.

Sobald die Kommission Vorschläge mache, müssten diese sofort umgesetzt werden. Auch die Haltung der CSU sieht Günther nicht als Hürde. Dessen Vorsitzender, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, hatte argumentiert, dass ein Verbot soziale Medien noch interessanter für Jugendliche und Kinder mache.

CDU will Social Media erst ab 14 Jahren

Die CDU hatte auf ihrem Parteitag im Februar 2026 beschlossen, ein Mindestalter von 14 Jahren für soziale Medien wie Tiktok und Instagram zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einführen zu wollen. Kritiker wie das Deutsche Kinderhilfswerk lehnen ein Verbot dagegen ab, weil es die digitale Teilhabe von Kindern einschränke.

Quelle: golem.de

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