KI-Chef von Microsoft: In 18 Monaten hat KI alle Bürotätigkeiten automatisiert

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In einem Gespräch mit der Financial Times bezeichnet Mustafa Suleyman, CEO von Microsoft AI, das exponentielle Wachstum der Rechenleistung als deutliches Warnsignal, dass KI große Teile der Fachkräfte ersetzen könnte.

Suleyman prognostiziert, dass KI in den meisten, wenn nicht sogar allen beruflichen Tätigkeiten „menschliche Leistung erbringen“ werde. Die meisten Aufgaben, die heute das „am Computer sitzen“ erfordern, würden innerhalb der nächsten ein bis anderthalb Jahre vollständig von KI automatisiert, sagte er und nannte Buchhaltung, Recht, Marketing und sogar Projektmanagement als gefährdete Bereiche.

Die tatsächlichen Auswirkungen von KI auf Berufe: bisher gemischte Ergebnisse

Während KI-Experten darüber spekulieren, wann und ob KI die Arbeit von Büroangestellten grundlegend verändern wird, hat die Technologie im Bereich der professionellen Dienstleistungen bisher nur geringe Beachtung gefunden. Einem Bericht von Thomson Reuters aus dem Jahr 2025 zufolge experimentieren Anwälte, Buchhalter und Wirtschaftsprüfer mit KI für gezielte Aufgaben wie Dokumentenprüfung und Routineanalysen. Die Ergebnisse zeigen zwar geringfügige Produktivitätssteigerungen, deuten aber noch nicht auf einen massiven Arbeitsplatzverlust hin.

Tatsächlich hatte KI in manchen Fällen den gegenteiligen Effekt: Sie verringerte die Produktivität der Mitarbeiter. Eine aktuelle Studie der gemeinnützigen Organisation Model Evaluation and Threat Research (METR) über die Auswirkungen von KI auf Softwareentwickler ergab, dass die Technologie die Arbeitsdauer der Mitarbeiter um 20 Prozent verlängerte.

Dennoch gibt es erste Anzeichen dafür, dass KI zu Arbeitsplatzverlusten führt. Laut der Personalberatung Challenger, Gray & Christmas waren in diesem Jahr bisher rund 49.135 Stellenstreichungen KI-bedingt. Obwohl Microsoft KI nicht als Grund für die Entlassungen angab, entließ das Unternehmen im vergangenen Jahr 15.000 Mitarbeiter. In einem Memo, das im Juli letzten Jahres nach den Stellenstreichungen veröffentlicht wurde, erklärte CEO Satya Nadella, das Unternehmen müsse „seine Mission für eine neue Ära neu definieren“.

Trotz geringfügiger Stellenstreichungen reagieren die Märkte heftig auf das Potenzial der Technologie. Im Februar erlebten Softwareaktien einen massiven Kurssturz aufgrund von Automatisierungsängsten (Analysten sprachen von der „ SaaS-Apokalypse “ für den Software-as-a-Service-Sektor). Dieser Kurssturz folgte auf die Ankündigung von Anthropic und OpenAI, agentenbasierte KI-Systeme für Unternehmen auf den Markt zu bringen, die viele der Schlüsselfunktionen von SaaS-Anbietern übernehmen.

Quelle: Fortune

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