Datenschutz-Beschwerdeflut mittels KI

Künstliche Intelligenz bringt allerhand neue Datenschutzprobleme mit sich. Datenschützer sehen sich mit immer mehr Beschwerden und Beratungsanfragen konfrontiert. Häufig werden diese mittels KI erstellt.
Die Beschwerdeflut rund um das Thema Datenschutz geht aus einer Mitteilung der Berliner Datenschutzbeauftragten Meike Kamp hervor, die im vergangenen Jahr einen neuen Rekord bei der Anzahl eingereichter Beschwerden und Anfragen feststellen konnte. Mehr Meldungen soll es vor allem in den Bereichen Banking und Finanzen, Inkassounternehmen und die zwangsweise Nutzung von mobilen Apps gegeben haben. Aber auch Videoüberwachung und die Folgen von Identitätsdiebstahl seien Gegenstand vieler Einreichungen.
KI treibt Beschwerdewelle an
Als wichtigen Treiber für die Zunahme der Datenschutzmeldungen sieht Kamp nicht nur die fortschreitende Digitalisierung, sondern vor allem auch KI. „Wir erhalten immer mehr Eingaben, die offensichtlich mithilfe von KI-Chatbots erstellt werden“, erklärt die Datenschützerin. „Das bedeutet, dass auf die Frage, wer in Datenschutzfragen helfen kann, das Angebot unserer Behörde über KI sichtbarer wird.“
Das erscheint einerseits begrüßenswert, da KI offenbar mehr Anwender dazu animiert, sich um den Schutz ihrer Daten zu kümmern und bei Bedarf auch Beschwerden einzureichen. Andererseits zeigen sich bei den KI-generierten Meldungen aber auch Probleme im Hinblick auf die Qualität der an die Behörden übermittelten Informationen.
Laut Kamp wecken KI-Chatbots häufig falsche Erwartungen bei den Anwendern. „Wir haben schon erlebt, dass die Aussagen und vor allem die Einschätzungen der Rechtslage oft unvollständig oder schlicht falsch sind“, so die Datenschützerin. Teilweise würden in den Meldungen sogar frei erfundene Gerichtsurteile oder nicht existente juristische Literatur erwähnt.
Quelle: golem.de
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