Der „Pate der KI“ warnt vor Künstlicher Intelligenz

Massive Arbeitslosigkeit und ein Verlust an Würde: Nobelpreisträger Geoffrey Hinton, ein Pionier der neuronalen Netze, sagt, die Gesellschaft sei auf die weitreichenden Auswirkungen der KI nicht vorbereitet. Er warnt, dass KI „massive Arbeitslosigkeit“ verursachen und die Reichen noch reicher machen werde.
Geoffrey Hinton hat die Technologie hinter ChatGPT mit erfunden. Jetzt warnt er davor, dass sie genau die Arbeitsplätze vernichten könnte, die sie eigentlich verbessern sollte. „Was tatsächlich passieren wird, ist, dass reiche Leute KI nutzen werden, um Arbeiter zu ersetzen“, sagte Hinton, der oft als „Godfather of AI“ bezeichnet wird, der „Financial Times“. „Das wird zu massiver Arbeitslosigkeit und einem enormen Anstieg der Gewinne führen. Sie wird einige wenige Menschen sehr viel reicher und die meisten Menschen ärmer machen.“
Hinton erhielt für seine bahnbrechenden Arbeiten über neuronale Netze den Nobelpreis und verbrachte ein Jahrzehnt bei Google, bevor er 2023 das Unternehmen verließ. Er sagte, dass es bei der Disruption weniger um die Technologie selbst als um das System gehe, in dem sie funktioniert. „Das ist nicht die Schuld der KI“, sagte er, sondern des „kapitalistischen Systems“.
Nicht alle sind so pessimistisch
Nicht alle Tech-Führungskräfte teilen Hintons düstere Sicht auf die Zukunft. Der CEO von OpenAI, Sam Altman, wirbt seit langem für ein universelles Grundeinkommen als Schutz vor Arbeitsplatzverlusten und hat sogar einen der größten UBI-Versuche in den USA finanziert. Elon Musk schloss sich diesen Forderungen an und sagte letztes Jahr auf der VivaTech-Konferenz, dass in einer gutartigen KI-Zukunft „wahrscheinlich niemand von uns einen Job haben wird“. Aber ein universelles Einkommen könnte es den Menschen ermöglichen, nach Sinn zu streben, während Maschinen die Arbeit erledigen. Der Investor Vinod Khosla geht noch weiter und sagt voraus, dass die KI 80 Prozent der Arbeit in 80 Prozent der Jobs übernehmen wird. Das, so argumentiert er, wird den Wert menschlicher Arbeit verringern und das Grundeinkommen „entscheidend“ machen, um einen Anstieg der Ungleichheit zu verhindern.
Hinton ist davon nicht überzeugt. Er hat der britischen Regierung zwar schon früher geraten, das universelle Grundeinkommen zu erforschen, sagt aber jetzt, dass Barzahlungen das Gefühl der Würde, das Menschen aus ihrer Arbeit ziehen, nicht ersetzen können.
Quelle: Business Insider
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