Deutschland und Frankreich wollen chinesische 6G-Ausrüstung nicht zulassen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat überraschend angekündigt, mit Frankreich gegen chinesische Mobilfunkausrüstung vorzugehen. Er will nach Möglichkeit auch 5G-Ausrüstung durch „selbst produzierte Komponenten“ ersetzen. Bei 6G will er ein Verbot.
Friedrich Merz sagte am 13. November 2025 auf dem Kongress des Handelsverband Deutschland in Berlin in einer Fragerunde: „Wir werden im 6G-Netz keine Komponenten aus China mehr zulassen.“ Für Komponenten aus den USA ist dies offenbar nicht geplant, wie Golem aus Regierungskreisen bestätigt wurde.
Merz sagte: „Wir wollen die Risiken verringern, aber wir wollen uns nicht von China entkoppeln. Das können wir nicht, das kann China nicht, aber das können wir noch viel weniger. Wir wollen Abhängigkeiten reduzieren und unsere Resilienz stärken und deswegen habe ich mit der französischen Regierung, weil wir da sehr viele Gemeinsamkeiten haben, jetzt eine Strategie entwickelt, die da lautet: Immer stärkere europäische Souveränität.“ Das betreffe den gesamten Sektor der Komponenten „zu unserem digitalen System“. Man habe in der Bundesregierung entschieden, überall dort, wo es möglich sei „Komponenten zum Beispiel aus dem 5G-Netz zu ersetzen durch Komponenten, die wir selber produziert haben. Und wir werden im 6G-Netz keine Komponenten aus China mehr zulassen, weil wir einfach nicht sicher sind, dass wir da sichere System einbauen.“
Quelle: golem.de
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