Altersvorsorge-Depot: Vorstoß der FDP
Die FDP möchte laut Parteibeschluss die private Vorsorge fürs Alter vereinfachen. Selbstständige können davon profitieren. Der für den Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e. V. (VGSD) wichtige Aspekt des Insolvenzschutzes wurde ergänzt.

Eine zentrale Forderung des VGSD ist schon lange die Schaffung eines Altersvorsorge-Depots, schreibt der Verband auf seiner Website mit Blick auf den aktuellen FDP-Beschluss, die private Vorsorge fürs Alter zu vereinfachen.
„Selbstbestimmt, eigenverantwortlich und einfach“ – so lauten die Schlagwörter, mit denen Antrag A5001 vom FDP-Bundesparteitag überschrieben ist. Der von den Delegierten getroffene Antrag geht nun in die Bundestagsfraktion.
Altersvorsorge mit Insolvenzschutz
Mit dem Antrag fordern die Liberalen etwas, das schon lange auf der Agenda des VGSD steht, kommentierte der Verband: das Altersvorsorge-Depot (AV-Depot). Der VGSD befürwortet das AV-Depot vor allem deshalb, weil die meisten Selbstständigen nicht rentenversicherungspflichtig sind und ihre private Vorsorge nicht insolvenzgeschützt ist. Die Corona-Krise führte dies eindrucksvoll und schmerzhaft vor Augen. Zugleich bietet das AV-Depot eine kostengünstige und renditenstarke Form der Anlage, ohne Garantien und ohne Versicherungsmantel, denn diese verteuern die Altersvorsorge erheblich. Die Finanzpolitiker der FDP setzen dabei den Fokus nicht speziell auf die Selbstständigen, sondern wollen ein Instrument für alle Erwerbstätigen schaffen. Beim Parteitag zeigte sich das, als es der Insolvenzschutz für Selbstständige für das geplante AV-Depot erst über einen nachträglichen Antrag in den Beschluss schaffte.
Die wichtigsten Punkte des FDP-Vorschlags:
– Wahl zwischen vorgelagerter und nachgelagerter Besteuerung
– Wahl zwischen Einmalzahlung, flexiblen Entnahmen und Leibrente
– Freie Wahl der Anlageform
– Keine Garantien
– Pfändungs- und Insolvenzschutz, Vererbbarkeit
– Portabilität
Lesen Sie mehr zur Einordnung des FDP-Konzepts beim VGSD.
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