Die neue „EU Inc.“: Europa will beim Gründen aufholen

Europa will eine einheitliche, EU-weite Rechtsform für Unternehmen etablieren, die insbesondere für Startups und wachsende Technologieunternehmen attraktiv sein dürfte. Über die neue Gesellschaftsform wird intensiv diskutiert. Der Digitalverband Bitkom sieht darin einen „echten Schub für den Startup-Standort Europa“.
Die „EU Inc.“ könnte dazu beitragen, die bislang unterschiedlichen gesellschaftsrechtlichen Vorgaben in den Mitgliedstaaten zu überwinden und Unternehmensgründungen innerhalb der Europäischen Union deutlich zu vereinfachen.
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst erklärt dazu: „Die EU Inc. wird dem Startup-Standort Europa einen echten Schub geben. Sie macht Gründen deutlich einfacher und schneller: vollkommen digital, innerhalb von 48 Stunden und einheitlich in allen 27 Mitgliedstaaten. Zwei Drittel der Startups in Deutschland (65 Prozent) haben zuletzt in einer Bitkom-Umfrage angegeben, dass die Einführung einer EU-weiten Rechtsform eine wichtige Maßnahme zur Startup-Förderung wäre. 59 Prozent würden sich sogar die Möglichkeit einer Gründung innerhalb von nur 24 Stunden wünschen.“
Mit der EU Inc. würden erstmals einheitliche Regeln für die Mitarbeiterkapitalbeteiligung sowie deren Versteuerung eingeführt. Zudem werde es durch schnelle, digitale und kostengünstige Prozesse für Investoren leichter, in Startups und Scaleups zu investieren. Europa habe die Chance, jungen und innovativen Unternehmen kraftvoll anzuschieben und international zu den führenden Startup-Standorten aufzuschließen. Dazu müsse die EU Inc. jetzt zügig Gestalt annehmen und vor allem in den Mitgliedsstaaten einheitlich eingeführt und ausgelegt werden, so der Bitkom-Präsident.
Quelle: Bitkom
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