Digitale Identität für EU-Firmen geplant

Mithilfe einer digitalen Identität will die EU die Kommunikation und die Geschäftsprozesse von Firmen erleichtern. Mit der European Business Wallet (EUBW) sollen Unternehmen Vorgänge und Interaktionen digitalisieren können. Sparpotenzial: bis zu 200 Milliarden Euro.
Der Entwurf einer neuen Verordnung sieht die Einrichtung einer europäischen geschäftlichen Brieftasche vor. Diese basiert auf den Plänen zur elektronischen Bürger-ID, wie sie in der eIDAS-Verordnung (eIDAS 2.0) geregelt ist.
Der Mitteilung zufolge sollen Unternehmen die Business Wallet auch für das sichere Erstellen, Speichern und Austauschen verifizierter Dokumente nutzen können. Darüber hinaus sollen die Firmen sicher mit anderen Unternehmen oder öffentlichen Verwaltungen in ihrem eigenen Land und den anderen 26 Mitgliedstaaten kommunizieren können.
Hohe Ausgaben für größere Firmen
„Die Ausweitung eines Unternehmens in anderen Mitgliedstaaten, die Zahlung von Steuern und die Kommunikation mit Behörden werden in der EU einfacher als je zuvor sein“, heißt es weiter. Unter der Annahme, dass die Business Wallet breit akzeptiert werde, seien jährlich Einsparungen von bis zu 150 Milliarden Euro für Unternehmen möglich. Schon im zweiten Jahr seien Einsparungen von bis zu 200 Milliarden Euro möglich, einschließlich des öffentlichen Sektors.
Bedenken bezüglich der Cybersicherheit
In einer europaweiten Befragung wurden Bedenken bezüglich der Cybersicherheit geäußert. „Insbesondere wurden die Risiken eines zentralisierten Implementierungsmodells anstelle verteilter Netzwerke und Infrastrukturen bemängelt“, erklärte die EU-Kommission. Insgesamt herrsche Einigkeit darüber, „dass eine robuste Sicherheitsarchitektur erforderlich ist, um Missbrauch, Sicherheitslücken oder unbefugten Zugriff auf sensible Zugangsdaten und Daten zu verhindern“.
Quelle: golem.de
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