IT-Verbände fordern, dass Rechenzentren im Falle von Energieengpässen – unabhängig von ihrer Größe – als systemrelevante Infrastrukturen anerkannt werden. Es müsse gewährleistet sein, dass diese weiterlaufen.
Rechenzentren sollen bevorzugt und am Laufen gehalten werden. Dies fordern die drei IT-Verbände eco, Bitkom und German Datacenter Association (GDA) in einem vergangene Woche veröffentlichten Positionspapier. Darin heißt es: „Vor dem Hintergrund der drohenden Energiekrise müssen systemrelevante IT-Infrastrukturen, die essenziell für die Funktionsfähigkeit unserer modernen Gesellschaft, Wirtschaft und des Staats sind, stärker berücksichtigt werden.“
Systemrelevante Serverfarmen und kleine Rechenzentren
Rechenzentren (RZ) seien bei der Aufstellung eines Energieverteilungsplans bei anhaltender Knappheit prioritär zu behandeln, verlangen die Vertreter der Internetwirtschaft. Dafür müsse neu definiert werden, wann Server als kritische Infrastruktur (Kritis) und somit als systemrelevant gelten. Momentan diene als einziger Indikator die Größe, gemessen an der vertraglich vereinbarten elektrischen Leistung der IT.
Essenzielle kommunale IT-Infrastruktur wie Stadtwerke seien jedoch häufig bei kleineren Rechenzentren angesiedelt, geben die Verfasser zu bedenken. Die IT-Leistung dürfe deshalb nicht das allein herangezogene Kriterium sein. Auch die Kritikalität der IT-Systeme müsse beachtet werden, um alle entscheidenden Anlagen „ins Krisenmanagement“ einbeziehen zu können. Etwa mit Diesel betriebene „Netzersatzanlagen“ sollten zudem „von strengen Abgasbestimmungen durch eine Notfallverordnung ausgenommen werden, um im Krisenfall rechtskonform weiterbetrieben werden zu können“.
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