„Ständige Nicht-Beachtung“ – über die Vernachlässigung Selbstständiger

Ein Beitrag auf Merkur.de befasst sich mit der Lage der Selbstständigen in Deutschland und zeigt, wie stark viele von ihnen sich politisch vernachlässigt fühlen. Die Kritik: Deutschland sei ein „Angestellten-Land“, in dem Politik und Verwaltung auf klassische Arbeitsverhältnisse ausgerichtet seien.
Rund vier Millionen Menschen sind selbstständig, und Solo- sowie Kleinstunternehmen machen etwa 90 Prozent aller Firmen im Land aus – doch ihre Bedeutung werde in wirtschafts- und sozialpolitischen Debatten kaum gewürdigt, wird im Beitrag auf merkur.de kritisiert. Viele Selbstständige fühlten sich durch komplizierte Bürokratie, strenge Prüfverfahren zur Abgrenzung von Scheinselbstständigkeit und durch ungleiche Bedingungen bei Renten- und Krankenversicherung benachteiligt.
Auch politische Vorschläge zur Altersvorsorge stoßen auf Kritik: Konzepte wie die Aktivrente oder Rentenreformen würden oft an Selbstständigen vorbeigehen oder sie sogar ausschließen, was die Attraktivität der Selbstständigkeit weiter mindere.
Experten warnen, dass diese Vernachlässigung nicht nur die betroffenen Personen belastet, sondern auch zur Abnahme der Selbstständigenzahlen und zu einem verschärften Fachkräftemangel beitragen könnte.
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