Stromverbrauch durch KI: Wer KI-Rechenzentren baut, soll auch für neuen Ökostrom sorgen

Der Ausbau der KI dürfe nur unter strengen Umweltschutzauflagen erfolgen, erklärt Josef Lutz, Professor für Leistungselektronik an der TU Chemnitz, in einem Beitrag für Golem. „Ich wende mich nicht gegen KI, aber sie muss umweltverträglich sein und darf nicht die bisherigen Fortschritte in Bezug auf regenerative Energie zunichtemachen.“
Eine Einrichtung neuer Rechenzentren dürfte nur genehmigt werden, wenn der Energieverbrauch aus zusätzlich errichteten erneuerbaren Energiequellen erfolge, so der Professor für Leistungselektronik. Nötig sei eine Verpflichtung neuer Datenzentren zur Nutzung der Abwärme als Dual-Use und die Verbindung zu vorhandenen oder neuen Fernwärmenetzen.
Unterbrechungsfreie Stromversorgungseinheiten müssten mit Speichern auch zur Stabilisierung des allgemeinen elektrischen Netzes und zur Überbrückung von kurzzeitigen Ausfällen beitragen, erklärte Lutz. Unnötige Datenoperationen wie Bitcoin will Lutz gesetzlich beschränken.
Dieses Wirtschaftssystem ist ein Hindernis für moderne Technik
Laut Lutz kommt die Misere daher, dass „Konzerne nur die eigenen Wirtschaftsinteressen verfolgen, und der Zusammenhang nicht beachtet wird. Der eine verkauft Datenverarbeitung. Woher der Strom kommt, interessiert nicht. Der andere handelt mit Strom, baut Anlagen zur Stabilisierung des Netzes, die aber teilweise im Rechenzentrum bereits vorhanden sind. Der nächste verkauft Wärme, und errichtet dafür zusätzliche Kraftwerke. Dieses Wirtschaftssystem ist ein Hindernis für moderne Technik.“
Wie Lutz sagte, verbraucht die Informationstechnik einen wachsenden Anteil des Weltstroms. Mit dem Einsatz von KI werde der Energiebedarf in den nächsten Jahren dramatisch steigen. Dagegen beginne sich international Widerstand zu formieren.
Quelle und mehr Informationen: golem.de
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