IT-Dienstleister finden: Woran man gute Fachleute erkennt

In vielen kleinen Betrieben kümmert sich die Geschäftsführung oder eine technisch versierte Person nebenbei um die IT – eine Lösung, die im Alltag oft funktioniert, irgendwann jedoch an ihre Grenzen stößt. DIGITAL.SICHER.NRW gibt Tipps, worauf man bei der Suche nach externen Fachleuten achten sollte.
Worauf man bei der Auswahl eines externen IT-Dienstleisters achten sollte:
Empfehlungen aus Ihrem Netzwerk
Geschäftspartnerinnen und -partner, Innungen, Kammern und Branchennetzwerke kennen oft Betriebe, die bereits mit IT-Dienstleistenden zusammenarbeiten oder tun es sogar selbst. Fragen Sie dort gezielt nach, wie die Zusammenarbeit im Alltag läuft. Bewertungen im Internet können dieses Bild ergänzen.
Die Karte des BSI
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) führt eine interaktive Landkarte mit IT-Dienstleistenden, die für den CyberRisikoCheck qualifiziert sind. Sie finden sie unter bsi.bund.de/dok/CRC-Karte. Beim CyberRisikoCheck befragen Anbietende Ihren Betrieb ein bis zwei Stunden lang zu 27 Anforderungen an die IT-Sicherheit und erstellen daraus einen Bericht mit Handlungsempfehlungen. Wichtig zu wissen: Diese Qualifikation ist keine Zertifizierung. Sie belegt nur, dass die Anbietenden für den Check geschult sind.
Die Webseite der Anbietenden
Achten Sie darauf, ob ein vollständiges Impressum vorhanden ist und wann die Seite zuletzt aktualisiert wurde. Gute Anbietende erklären dort auch Risiken und ordnen ihre eigenen Leistungen ein. Je konkreter sie das tun, desto besser. Referenzkundinnen und Referenzkunden sind ein weiteres gutes Zeichen.
Zertifikate und Zertifizierungen
Beide Begriffe klingen ähnlich und bedeuten Unterschiedliches. Ein Zertifikat erwirbt eine Person, nachdem sie bestimmte Inhalte gelernt und eine Prüfung bestanden hat. Eine Zertifizierung erhält dagegen ein Unternehmen, wenn eine offiziell anerkannte Stelle die Einhaltung eines Standards überprüft hat. Solche Nachweise laufen ab und müssen regelmäßig erneuert werden. Verbreitet ist z. B. die Zertifizierung nach ISO 27001. Sie belegt branchenunabhängig, dass ein Unternehmen ein geprüftes Managementsystem für Informationssicherheit betreibt. Je nach Branche gibt es außerdem eigene Zertifizierungen. Auf Personenebene zeigt u.a. das Zertifikat zur IT-Grundschutz-Beratung des BSI, dass jemand Sie bei Sicherheitskonzepten unterstützen kann. Andere Zertifikate beziehen sich nur auf ein einzelnes Produkt und sagen wenig über die übrigen Systeme aus. Lassen Sie sich Nachweise zeigen und achten Sie auf Geltungsbereich und Laufzeit. Manche Zertifizierungen decken nur einzelne Standorte ab. Das BSI veröffentlicht Listen von zertifizierten Unternehmen und Personen unter bsi.bund.de/dok/Zertifizierung-Gesamtlisten.
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