Cleantech-Exporte aus China vermeiden 2026 rund 450 Mio. Tonnen CO₂

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Solarmodule, Windturbinen, Batterien und Elektroautos aus China vermeiden in diesem Jahr außerhalb Chinas so viel CO2, wie Brasilien in einem Jahr ausstößt. Das hat der Analyst Lauri Myllyvirta für Carbon Brief berechnet. Am stärksten sinken die Emissionen im globalen Süden.

Analyst Lauri Myllyvirta ist leitender Analyst am Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA). Für seine Analyse bei Carbon Brief verbindet er Chinas Exportdaten mit den Stromnetzen der Zielländer und zieht die Emissionen der Herstellung in China ab. Chinas Cleantech-Exporte vermieden demnach in den ersten drei Quartalen 2026 um 26 Prozent mehr CO2 als im Vorjahreszeitraum. Schon 2025 hatte die Wirkung um 36 Prozent zugelegt.

Über ihre gesamte Lebensdauer vermeiden die Exporte dieses Jahres voraussichtlich 8,4 Milliarden Tonnen CO2. So viel stoßen die USA und Indien zusammen in einem Jahr aus. Für die Exporte des Jahres 2025 kommt Myllyvirta auf 6,8 Milliarden Tonnen, für 2024 auf 5,0 Milliarden. Er rechnet mit 20 Jahren Betrieb für Solar- und Windanlagen, zehn Jahren für Autos und Batterien und fünf Jahren für Elektro-Zweiräder.

Gemessen am Exportwert ging der größere Teil von Chinas Cleantech in den globalen Norden. Die vermiedenen Emissionen der ersten drei Quartale liegen dagegen zu 76 Prozent im globalen Süden, allein 52 Prozent in Süd- und Südostasien. Dort treffen die Solarmodule auf mehr Sonne und auf Stromnetze, die noch stark an der Kohle hängen. In Pakistan entwerten Chinas Solarexporte bereits Chinas eigene Kohlekraftwerke, in Nigeria holen sich Haushalte ihren Strom vom eigenen Dach.

Mehr Informationen und Quelle: Cleanthinking

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