Weg frei für unterirdische CO2-Speicherung

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Technologien zur Abscheidung und Speicherung sollen künftig helfen, CO2-Emissionen zu verringern. Der Bundestag erlaubt nun CO2-Speicherung im großen Maßstab. Während die Industrie Chancen sieht, warnen Umweltgruppen vor Risiken.

Damit Kohlendioxid nicht zur Erderwärmung beiträgt, soll es nicht mehr in die Luft geblasen, sondern mithilfe der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) unter dem Erdboden gespeichert werden. Den Weg für die unterirdische CO2-Speicherung hat der Bundestag nun freigemacht. Ein mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD verabschiedetes Gesetz erlaubt die bislang umstrittene Technologie nicht mehr nur zu Forschungszwecken, sondern in größerem, industriellem Maßstab. Das Gesetz sieht die Speicherung vor allem unter dem Meeresboden vor – allerdings nicht in Schutzgebieten und in Küstennähe. Gleichzeitig eröffnet es den Bundesländern aber die Möglichkeit, auf ihrem Festlandgebiet eigene Speicherflächen zuzulassen und festzulegen.

Diese Möglichkeit soll Branchen wie der Zement-, Kalk- und Aluminiumindustrie helfen, wo CO2-Emissionen derzeit als unvermeidlich gelten. Allerdings benötigt das Gesetz noch die Zustimmung des Bundesrats, bevor es in Kraft treten kann.

Lob von der Wirtschaft – Kritik von Greenpeace

Die Umweltschützer von Greenpeace halten das Vorhaben für einen schwerwiegenden Fehler: „Hier wird eine milliardenteure Risikotechnologie gegen alle vernünftigen Einwände durchgeboxt“, klagte die Energieexpertin der Umweltorganisation, Sophia van Vügt. „Die Kohlenstoffspeicherung ähnelt dem gefährlichen Hype um Abnehmspritzen: Sie nimmt sich nicht der Ursachen des Problems an, nur seiner Auswirkungen.“

Gemeint sind damit vor allem noch ungeklärte Aspekte – etwa zu möglichen Leckagen, zur langfristigen Stabilität der Formationen und zu denkbaren Folgen eines CO2-Austritts.

Quelle: golem.de

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