EU will ChatGPT strenger regulieren

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Die Suchfunktion von ChatGPT hat in der EU die Einordnung „sehr große Plattform oder Suchmaschine“ (mehr als 45 Millionen monatlich aktive Nutzer) deutlich überschritten. OpenAI soll deswegen künftig unter den Digital Services Act (DSA) der EU fallen und stärker reguliert werden.

Wie das Handelsblatt aus Kreisen der EU-Kommission erfuhr, will die Behörde das Unternehmen als sehr große Online-Suchmaschine einstufen. Der Digital Services Act (DSA) reguliert sowohl sehr große Plattformen als auch sehr große Suchmaschinen. Für Letztere gelten zusätzliche Anforderungen. Als sehr große Plattform oder Suchmaschine gelten solche mit mehr als 45 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU.

Das Angebot von OpenAI überschreitet diese Grenze inzwischen deutlich. Nach eigenen Angaben verzeichnete die Suchfunktion von ChatGPT im Sechsmonatszeitraum bis Ende September 2025 im Durchschnitt rund 120,4 Millionen monatlich aktive Nutzer in der EU. Die Zahl bezieht sich ausschließlich auf Personen, die aktiv die Suchfunktion verwenden, nicht auf die gesamte Nutzung von ChatGPT.

ChatGPT hat tatsächlich eine voll integrierte Websuche, die es ermöglicht, das Tool wie eine moderne Suchmaschine zu nutzen, jedoch mit einer anderen Logik als Google. Im Gegensatz zur klassischen Suchmaschine, die eine Trefferliste mit Links liefert, liest die KI mehrere Quellen gleichzeitig und schreibt eine zusammenhängende Antwort.

OpenAI wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgang äußern. Ein Sprecher der EU-Kommission sagte dem Handelsblatt, dass die vorliegenden Nutzungsdaten derzeit geprüft würden.

Quelle: golem.de

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