Faktencheck: Google erteilt EU-Plänen Absage
Google will für die Ergebnisse seiner Suchmaschine keine eigenen Faktenchecks einführen. Damit nimmt ein weiteres Big-Tech-Unternehmen Abstand von den angestrebten EU-Standards. Auch Meta-Chef Mark Zuckerberg gab vor Kurzem bekannt, die Content-Moderation bei Facebook und Instagram weitgehend einzustellen.

Google will für die Ergebnisse seiner Suchmaschine und für Youtube-Videos keine Faktenchecks einführen. Das hat das Unternehmen jetzt in einem Brief an die EU-Kommission klargestellt. Die EU will einen entsprechenden, bisher freiwilligen Verhaltenskodex für Tech-Plattformen zur Pflicht machen. Der Brief bezieht sich auf den „Code of Practice Disinformation“ der EU. Darin sind diverse freiwillige Maßnahmen enthalten, die die Betreiber von Tech-Plattformen gegen Falschinformationen ergreifen können.
Code soll mit DSA zur Pflicht werden
Der Code wurde 2022 eingeführt und soll als Regelwerk Teil des Digital Services Act (DSA) werden. Daher versucht die EU bereits jetzt, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Tech-Plattformen eine möglichst gute Umsetzung zu erreichen. In den vergangenen Jahren zeigten sich diese auch kooperativ. Offensichtlich hatten Google, Meta und Co. Angst, für Fehlinformationen verantwortlich gemacht zu werden, zum Beispiel bei den Europawahlen.
Quelle: heise.de
Weitere News aus dieser Kategorie
30. März 2026
Kritik an BMAS-Plänen zu „neuer Selbstständigkeit“
Der Verband der Gründer und Selbstständigen (VGSD) e.V. kritisiert die Pläne…
23. März 2026
Die neue „EU Inc.“: Europa will beim Gründen aufholen
Europa will eine einheitliche, EU-weite Rechtsform für Unternehmen etablieren,…
23. März 2026
Warnung vor Flickenteppich bei KI-Regeln
Der Vorschlag, wesentliche Hochrisiko-Anwendungen aus der KI-Verordnung…



