Europa will weltraumgestützte Solarenergie nutzen

Sonnenenergie rund um die Uhr aus dem Weltraum auf die Erde beamen? Die Europäische Raumfahrtagentur Esa (European Space Agency) will ein Projekt dazu starten. Weltraumgestützte Solarenergie nennt sich das Verfahren.

Die Sonne liefert kostenlos Energie – aber nicht rund um die Uhr. Um das zu ändern, will die Europäische Raumfahrtagentur Esa Energie aus dem Weltall auf die Erde übertragen. Weltraumgestützte Solarenergie oder Space-Based Solar Power (SBSP) nennt sich das Verfahren, um Solarenergie aus dem Weltraum auf die Erde zu übertragen. Die Idee ist, in einer geostationären Umlaufbahn Systeme zu installieren, die Sonnenenergie absorbieren und in Mikrowellen mit einer geringen Leistungsdichte wandeln. Diese werden zu Empfängern auf der Erde übertragen, die sie in elektrischen Strom wandeln.

Kürzlich hat die Esa diese drahtlose Energieübertragung in einer Fabrik des europäischen Luftfahrtkonzerns Airbus in München demonstriert: Über eine Entfernung von 36 Metern wurde Energie übertragen, die dann genutzt wurde, um ein Stadtmodell zu beleuchten, per Elektrolyse grünen Wasserstoff zu erzeugen sowie alkoholfreies Bier zu kühlen.

Satelliten und Empfänger müssen riesig sein

Vorteil von SBSP ist, dass Solarenergie rund um die Uhr zur Verfügung steht. Um allerdings die Leistung etwa eines Atomkraftwerks zu liefern, müsste ein Satellit im Orbit nach Angaben der Esa mehrere Quadratkilometer groß sein. Das Gleiche gilt für die gleichrichtenden Antennen auf der Erde.

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Bildquelle: pixabay.com

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