Arbeitgeber fürchten „Ende der Solo-Selbstständigkeit“

Die großen Arbeitgeberverbände schlagen jetzt Alarm gegen die geplante EU-Richtlinie zur Plattformarbeit, der Vorschlag „schieße deutlich über das Ziel hinaus“. Der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. (VGSD) ist froh über die mächtige Stimme.

Anfang November ging ein Brief der Arbeitgeberverbände aus den Bereichen der Metall- und Elektroindustrie, der Chemie, der Banken, der Versicherungen, des Luftverkehrs und des Handwerks an die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments, an die Ständige Vertretung der Bundesrepublik, an das Arbeits- und an das Wirtschaftsministerium sowie mehrere Bundestagsabgeordnete.

Der Titel des Brandbriefes trägt den weitreichenden Konsequenzen Rechnung, die der Vorschlag für Solo-Selbstständige hätte: „Ende der Solo-Selbstständigkeit in Europa“, schreiben die Arbeitgeber. Der VGSD dazu: „Es wird deutlich: Nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Auftraggeber fürchten, dass unser Status als Solo-Selbstständige existenziell bedroht ist, wenn die Richtlinie in Kraft tritt. Wir sind froh über diesen Brief, da die mächtige Stimme der Arbeitgeber auf das hinweist, was wir Solo-Selbstständigen seit Monaten anprangern: Die geplanten Regelungen bergen die Gefahr, dass ein Großteil der gerne und freiwillig solo-selbstständig Tätigen gegen ihren Willen zu Scheinselbstständigen erklärt wird.“

Mehr aus dem Brandbrief der Arbeitgeberverbände lesen sie beim VGSD.

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