EU: Hackbacks zum digitalen Gegenschlag
Die EU muss sich „mit allen verfügbaren Mitteln“ gegen Cyberangriffe zur Wehr setzen können, heißt es in Brüssel. Mittel der „aktiven Verteidigung“ inklusive. Das ist einem aktuellen Papier der EU-Kommission zu entnehmen.
Mit einer neuen Strategie zur Cyberverteidigung will die EU-Kommission sicherstellen, dass die Mitgliedsstaaten auch mit einem digitalen Gegenschlag auf massive IT-Angriffe reagieren können. Die Gemeinschaft müsse sich „mit allen verfügbaren Mitteln“ gegen Cyberattacken zur Wehr setzen, ist dem 21-seitigen, vergangene Woche vorgestellten Papier zu entnehmen.
Die Mitgliedsstaaten sollen sich daher dringlich und vorrangig verpflichten, „Investitionen in das volle Spektrum von Fähigkeiten zur Cyberverteidigung zu leisten“. Dies müsse Fertigkeiten für eine „aktive“ Antwort einschließen. Binnenmarktkommissar Thierry Breton betonte: „Wir brauchen Abschreckungsfähigkeit im Cyberspace.“ Parallel gehe es darum, digitale Abhängigkeiten von Drittstaaten generell abzubauen, um die eigene Resilienz zu stärken.
Die Kommission begründet ihren Ansatz unter anderem mit dem massiven Cyberangriff auf den US-Anbieter Viasat und sein KA-Sat-Netz für Satelliteninternet, der zu Beginn des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine mit einer Wiper-Malware stattfand. Dadurch wurden zehntausende Breitbandmodems außer Gefecht gesetzt. Der Vorfall, der offenbar vor allem Kunden in der Ukraine vom Netz abschneiden sollte, verursachte auch „Kollateralschäden“ in Deutschland, wo rund 5.800 Enercon-Windkraftanlagen kaum mehr funktionierten.
Mehr zur Cyberverteidigungs-Strategie der EU auf heise.de

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