Digitale Bürgerleistungen aus App-Store

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger will die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung vorantreiben. In zwei Bundesländern soll der Test mit mehr digitalen Bürgerleistungen starten. Der Bund will sie wie im App-Store per Cloud bereitstellen.
„Wir werden uns jetzt mit mindestens zwei Bundesländern exemplarisch anschauen, welche Bürgerleistungen in bestimmten Kommunen gut funktionieren und was es braucht, um die flächendeckend auszurollen“, sagte Wildberger der Süddeutschen Zeitung. Welche Bundesländer das sind, ließ er zunächst offen. Das Ziel sei, in zweieinhalb Jahren 50 Prozent mehr digitale Bürgerleistungen in diesen Ländern zu haben
Prozesse in den anderen Ländern beschleunigen
Wenn es in diesen Ländern funktioniere, könne davon eine enorme Dynamik ausgehen und die Prozesse in den anderen Ländern dann beschleunigen. „Parallel dazu sammeln wir die besten digitalen Lösungen in den einzelnen Ländern ein und fragen, ob wir die als Bund allen zentral anbieten dürfen“, fügte Wildberger an. Diese würden dann über die Cloud anschlussfähig für alle Kommunen gemacht werden, „quasi wie ein App-Store“, so der Minister.
Wildberger sagte der Süddeutschen Zeitung, es müsse ein Ende haben, dass einzelne Kommunen ihre eigenen Lösungen programmieren ließen. „Wenn es einfach nur darum geht, Dinge selbst machen zu wollen, ist das kein gutes Argument“, fügte er an. Ihn interessierten die strukturellen Fragen, nicht die taktischen.
Quelle: golem.de
Weitere News aus dieser Kategorie
6. Juli 2026
Zehn-Punkte-Plan für ein resilientes Deutschland
Um Deutschland resilienter zu machen, haben die zwei Ökonomen Markus…
30. Juni 2026
Digitale Kehrtwende: Norwegen verbannt KI aus Grundschulen
Norwegen gilt seit Jahrzehnten als Vorreiter der digitalen Bildung. Doch…
22. Juni 2026
IW-Studie: Mehr Frührentner durch Abschaffung der Hinzuverdienstgrenze
Wer vorzeitig Rente bezieht, kann seit 2023 unbegrenzt hinzuverdienen. Das…



