Palantir-Chef: Nur zwei Typen von Arbeitnehmern werden überleben

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In der Zukunft werden nur zwei Typen von Arbeitnehmern Erfolg haben. Davon geht der Chef des Technologie-Konzerns Palantir, Alex Karp, aus. „Solche, die eine Ausbildung haben, und solche, die neurodivergent sind“, sagte er in der Tech-Talkshow TBPN.

Der Unternehmer geht davon aus, dass Fachkräfte in Branchen, die nicht automatisiert werden können, auch weiterhin Beschäftigung finden – zum Beispiel Elektriker und Installateure. Die zweite Gruppe seien Menschen, die eine eigene Form des Denkens haben. Dazu zählten zum Beispiel solche mit Autismus oder ADHS. Karp selbst hat mehrfach über seine Dyslexie gesprochen, die die Fähigkeit zu schreiben und lesen sowie die Informationsverarbeitung einschränkt.

Für Karp kann dieser kognitive Unterschied in einer von KI geprägten Welt von Vorteil sein – weniger wegen der Diagnose an sich, sondern vielmehr wegen der Denkweise, die sie fördern kann. Erfolg, so argumentierte er, werde jenen zugutekommen, die anders denken und Risiken eingehen, oder, wie er es ausdrückte, „eher Künstler sind, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten und in der Lage sind, etwas Einzigartiges zu schaffen“.

40 Prozent aller Jobs bedroht

KI vernichtet Jobs schneller als neue entstehen, warnen Ökonomen. Laut einem Bericht des Internationalen Währungsfonds sind rund 40 Prozent aller Jobs weltweit durch künstliche Intelligenz gefährdet – in hochentwickelten Volkswirtschaften sogar bis zu 60 Prozent. Besonders betroffen sind Bürotätigkeiten, Finanzdienstleistungen und der Rechtsbereich.

Auch andere Unternehmen setzen auf neues Denken

Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Gartner wird erwartet, dass bis 2027 ein Fünftel der Vertriebsorganisationen in Fortune-500-Unternehmen aktiv neurodivergente Talente rekrutieren wird, um die Unternehmensleistung zu steigern. Karps Firma hat selbst angekündigt, nach solchen Bewerbern zu schauen, die andere Denkweisen mitbringen. Dafür ist sogar ein eigenes Programm eingerichtet worden, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Fortune“.

Auch die Chefwissenschaftlerin von Microsoft, Jaime Teevan, setzt auf Bewerber mit frischen Denkansätzen. „Metakognitive Fähigkeiten werden sehr wichtig sein – Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Experimentierfreudigkeit, kritisches Denken und die Fähigkeit, Dinge zu hinterfragen“, erklärte sie gegenüber dem „Wall Street Journal“.

Quelle: t-online

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