Über die Tech-Elite, die Fortschritt verhindert
In ihrem Buch „Broligarchie“ blickt Aya Jaff, Unternehmerin und Coderin mit Silicon-Valley-Erfahrung, hinter die Kulissen von Plattformmacht, Startup-Glanz und „Techbro“-Mentalität. Sie zeigt, wie die Selbstüberschätzung der Tech-Elite Abhängigkeiten schafft und letztlich soziale Ungleichheit verstärkt.
„Broligarchie. Die Machtspiele der Tech-Elite und wie sie Fortschritt verhindern“ ist eine Reportage aus dem Inneren einer Branche, die nach außen glänzt und von vielen bewundert wird. Aya Jaff, selbst jahrelang Teil der Startup- und Tech-Szene, analysiert die „Techbro“-Mentalität als Cocktail aus Machtstreben, toxischer Selbstüberschätzung und dem Glauben, Innovation sei ein Privileg weniger. Der Autorin zufolge belohnen Plattformen, Investorennetzwerke und Personenkulte letztlich Dominanz – und fühlen sich nicht dem Gemeinwohl verpflichtet. Wer „die Welt retten“, wolle, wolle sie am Ende nicht selten besitzen und korrumpiere dabei Regeln und wichtige Debatten. Ihre Pointe: Hinter den wohlmeinenden Heilsversprechen der Tech-Elite steckt oft ein knallhartes Geschäftsmodell, das Abhängigkeiten schafft. Das Buch kann als Warnsignal verstanden werden: Technologie ist nicht automatisch Fortschritt – der Blick unter die Oberfläche kann wachrütteln.
Aya Jaff: Broligarchie. Die Machtspiele der Tech-Elite und wie sie Fortschritt verhindern. Econ (Ullstein Buchverlage), 240 Seiten, November 2025, 23,99 Euro.
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